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Biografie zeigt: Harkort war kein Ausbeuter

04.11.2007 | 16:36 Uhr

Wetter. Die Biografie über den Industriepionier Friedrich Harkort stellte der parteilose Bürgermeisterkandidat Dietrich Thier am Freitag vor. ...

Viele Gäste kamen zu der Veranstaltung im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirche in Alt-Wetter.

Bei der Vorstellung des Buches konnten die Gäste einen kleinen thematischen Vorgeschmack bekommen. Dietrich Thier gab kurze Einblicke in die fünfzehn Kapitel des Buches. Das zwölfte Kapitel, das ihm besonders am Herzen lag, las er den Zuhörern vor. Dieses Kapitel erläutert Harkorts Verbindung zu den Arbeitenden Klassen. "Es zeigt, dass Harkort nicht der Ausbeuter war, für den ihn viele halten", erklärte er dem Publikum.

Die Arbeit an dem fast hundert Seiten umfassenden Buch habe ihm viel Spaß gemacht, berichtet Thier. Als der der Sutton Verlag auf ihn zukam, habe er nicht ablehnen können. Als Archivar der Stadt Wetter könne er sich Friedrich Harkort sowieso nicht entziehen, sei aber als Historiker auch persönlich an dem Thema interessiert. "Außerdem habe ich eine ganz persönliche Bindung zu Friedrich Harkort, schließlich kommen wir beide aus Haspe", erklärt Thier und lacht.

Das Leben des Friedrich Harkort berührte Dietrich Thier immer wieder. "Schon als Junge kam ich damit in Kontakt, wenn ich mit meinem Großvater an der Freiheit spazieren ging", so Thier. Auch in der Grundschule habe er viel über den "Vater des Ruhrgebietes" erfahren. In der Oberstufe sei Harkort leider nicht in den Lehrplänen zu finden gewesen.

Vater des Ruhrgebiets Das Buch erschien am Anfang der Woche in den Buchhandlungen der Umgebung. "Vornehmlich haben wir nach Wetter, Herdecke, Bochum, Hagen und Witten geliefert. Lieferbar ist es jedoch innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach ganz Deutschland", erklärte Markus Holzhauer, Marketingmitarbeiter des Sutton Verlags.

Mit fünf thematisch an das Buch angelehnten Liedern sorgte Dietgard Barbara Nebelung, die auch schon in der Semperoper in Dresden auftrat, für gute Stimmung. Am Ende des Abend konnten sich die "Autogrammjäger" unter den Besuchern ihr Buch signieren lassen.

Von Tobias Krabs

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