Besser einmal zu viel die Polizei rufen

Ennepe-Ruhr..  Immer wieder stellt die Polizei des Ennepe-Ruhr--Kreises nach eigenen Angaben fest, dass Bürger sich scheuen, die Notrufnummer der Polizei 110 anzuwählen. Obwohl sie Informationen über Sachverhalte haben könnten, die durch ein kurzfristiges Erscheinen der Beamten vor Ort abgeklärt werden könnten, seien die betreffenden Bürger unsicher, ob sie dafür die Notrufnummer 110 wählen sollen.

Ein treffliches Beispiel habe sich kürzlich in Sprockhövel ereignet. Anwohnern der Eickerstraße kam am 5. und 7. Februar ein Mann, den sie dort noch nie gesehen haben und der sich auffällig verhielt, merkwürdig vor. Sie machten sich sogar die Mühe, eine Skizze mit einem Schnappschuss der Person zu erstellen und den Hinweis per Mail an die Polizei zu schicken. Die Nachricht erreichte das Landeskriminalamt in Düsseldorf und wurde an die zuständige Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis weitergesteuert.

Auffälligkeiten sofort melden

Als die Leitstelle der Polizei EN dann einen Streifenwagen zur Kontrolle der Personen schicken konnte, waren Stunden vergangen. Die Person war nicht mehr anwesend. Zum Glück seien zur fraglichen Zeit dort keine Straftaten passiert, mit der die Person hätte in Verbindung gebracht werden können.

Die Polizei bittet die Bürger, bei ungewöhnlichen Auffälligkeiten direkt die 110 der Polizei anzurufen. Hier werde zeitnah der Sachverhalt analysiert und dem Bürger weitergeholfen. Die Polizei empfiehlt, besser einmal zu viel die 110 zu wählen, als zu spät oder gar nicht. Die Polizei sei auf die zeitnahen Hinweise der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.