Beistand für den Abschied
24.07.2007 | 05:49 Uhr 2007-07-24T05:49:16+0200Wetter/Herdecke (tim) "Es ist eine schwere Zeit für die Angehörigen, wenn ein Familienmitglied im Sterben liegt und leidet", erklärt Ingrid Kieber, Geschäftsführerin der Familien- und Krankenpflege. Man müsse sich in dieser Zeit nicht nur pflegerisch um d
Zusammen mit dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, den in beiden Städten ansässigen Pflegeheimen und den ambulanten Pflegediensten arbeitet die Familien- und Krankenpflege zur Zeit an einem Palliativ-Care-Netz. Bei der Palliativpflege geht es darum, den Menschen das Ende des Lebens so angenehm wie möglich zu gestalten. Schmerzen sollen gelindert und den Betroffenen ein Sterben zu Hause ermöglicht werden.
2005 beendete die erste Mitarbeiterin der Familien- und Krankenpflege die Ausbildung zur Pflegekraft Palliativ-Care. Ihr folgte eine weitere im Mai 2007 und drei Angestellte werden ihre Ausbildung im November dieses Jahres abschließen. Ab September werden darüber hinaus Mitarbeiter aus Pflegeheimen und der ambulanten Pflege im Dörthe-Krause-Institut des Gemeinschaftskrankenhauses für die Palliativ-Ausbildung qualifiziert. Daneben soll ein Qualitätszirkel für ausgebildete Palliativ-Kräfte gegründet werden, durch den es im Netzwerk zu Abstimmungen in der Pflege kommen soll.
Zusammen mit dem Gemeinschaftskrankenhaus will die Familien- und Krankenpflege in Zukunft ehrenamtliche Mitarbeiter ausbilden, die sich abseits der pflegerischen Arbeit allein darauf konzentrieren können, für die Sterbenden und ihre Angehörigen da zu sein. Mit fünf Ehrenamtlichen, die sich schon in der Sterbebegleitung engagierten, arbeitet die Familien- und Krankenpflege bereits zusammen. Ihnen sollen weitere folgen. Interessierte können sich bei Ingrid Kieber unter der Telefonnummer 0 23 35/9 18 50 oder bei der Projektleiterin des Palliativ-Care-Netzes, Marly Joosten, unter 0 23 30/62 39 37 melden. Ein Info-Abend der Initiative wird am 13. September 2007 im Dörthe-Krause-Institut veranstaltet.
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