AWO entwickelt sich weiter rasant

Ennepe-Ruhr..  Gut 50 im vergangenen Jahr neu eingestellte Mitarbeiter der AWO EN trafen sich nun im Wohnhaus Silschede, um den nach eigenen Angaben größten Sozialverband im Ennepe-Ruhr-Kreis genauer kennen zu lernen.

AWO-Kreisvorsitzender René Röspel erläuterte die Aufteilung in einen Mitglieder-Verband mit seinen 29 Ortsverbänden auf der einen sowie in ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich auf der anderen Seite. „Sie als Mitarbeiter repräsentieren die AWO EN genauso wie die Ehrenamtlichen in allen neun EN-Städten“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Die AWO sehe ihre Aufgabe nicht darin, „die Brosamen der Reichen an die Bedürftigen zu verteilen“, sondern werde sich immer politisch einmischen. Das habe schon mehrfach zu Positionspapieren geführt, die schließlich auch vom AWO-Bundesverband beschlossen wurden, erklärte Röspel.

Mehr als 900 Angestellte

Geschäftsführer Jochen Winter machte die rasante Entwicklung des „Unternehmens“ AWO EN deutlich: „Wir haben erst in den 1970-er Jahren den ersten hauptberuflichen Mitarbeiter eingestellt, heute sind es über 900 – und wir wachsen weiter.“

Wie breit der Sozialverband in allen neun Städten des EN-Kreises aufgestellt ist, wurde in der Vorstellungsrunde der neuen Beschäftigten deutlich. Sie arbeiten in den drei Werkstätten für Menschen mit Behinderung ebenso wie in den 22 Kindertagesstätten, in der Suchtberatung wie in der Offenen Ganztagsschule und der Schulbegleitung, in der Familienpflege wie in der Qualifizierung von Arbeitslosen, in der Frühförderung wie in der Betreuung von Pflegebedürftigen, aber auch in der Verwaltung.

Personalchef Jürgen Wiegand erläuterte technische Fragen zur Gehaltsabrechnung, wobei sich die AWO EN grundsätzlich an die Tarifverträge halte. Laut der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Annette Tackenberg wende die AWO EN das Betriebsverfassungsgesetz vollständig an.

Der Qualitätsbeauftragte Joannis Lepidis erläuterte, dass die hiesige Sozialorganisationen auf ihre Zertifikate jährlich vom TÜV überprüft werde. Für die Mitarbeiter gebe es ein aktualisiertes Handbuch.