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Auf kurzem Weg zum Stork

03.02.2010 | 17:28 Uhr

SPD und CDU haben gemeinsam für eine Anbindung des geplanten Gewerbegebietes am Stork über das Schöllinger Feld gestimmt.

Dabei ging es nur um die Zufahrt, nicht aber den Beschluss für das Gewerbegebiet selbst. Gestützt auf die Gutachten von Verkehrsexperten hatte die Stadt die nun vom Bauausschuss empfohlene Verkehrserschließung „als nicht sinnvoll” eingestuft.

John Fiolka trug das Ergebnisse einer SPD-Klausurtagung vor, nach dem die Sozialdemokraten die Anbindung über den Kreisel am Aldi „als beste Lösung” ansehen würde. Für eine Verlängerung der Straße durch das vorhandenen Gewerbegebiet ins benachbarte neue spreche vor allem der kurze Weg. Gegenüber allen anderen Varianten werde auch der Wald nicht durchschnitten. Zugegebener Nachteil: Die Verkehrsführung sei nicht so geradlinig.

Werner Laberenz dagegen, Altbürgermeister und sachkundiger Bürger der SPD im Bauausschuss, fand die Anbindung an den Kreisel „fatal” und „abenteuerlich”. Hier werde eine Zufahrt zweiter Klasse geschaffen, die zu Vermarktungsschwierigkeiten der Flächen am Stork führe und außerdem den ökologisch wichtigen Siepen durchschneiden werde. Für die Verteterin des BUND im Ausschuss aber kein Problem. Helga Nadolni: eine richtig platzierte Brücke beeinträchtige die Natur keineswegs.

Doris Hülshoff (FDP) hielt fest an einer Anbindung über einen Kreisel an der Schwelmer Straße und „wunderte sich, dass die SPD plötzlich schlauer sein will als alle Gutachter”. So sah es auch Inge Holland von den „Bürgern für Wetter”. Ohne deswegen für ein Gewerbegebeit am Stork zu sein, hatte sich Gerd Michaelis von der UWW für die Anbindung übers Schöllinger Feld ausgesprochen - wie auch die CDU. Ihr Ausschussmitglied Peter Vohrmann fand besonders die Kürze des Wegs „verlockend”.

Dreivierteljahr

Verzögerung

Die Verwaltung hatte eine verkehrliche Erschließung des umstrittenen Gewerbegebietes von der Schwelmer Straße aus favorisiert. Dabei würde allerdings ein Waldstück in Nähe des Berufsbildungswerkes durchschnitten werden. Nach dem Beschluss müssen sich nun auch Hauptausschuss und Rat noch einmal mit dem Gewerbegebiet und seiner verkehrlichen Anbindung beschäftigen. Aus Sicht von Manfred Sell, Leiter des Fachbereiches Bauen, bedeutet das eine Verzögerung von einem Dreivierteljahr.

Die Interessengemeinschaft Stork fordert zwar weiterhin den vollen Erhalt des Landschaftsschutzgebietes, sieht die kürzere Erschließung aber „als Schritt in die richtige Richtung”, so eine Presseerklärung von Mittwoch.

Klaus Görzel

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