Auch im Ruhestand weiter Küster und Organist

Wetter. Die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Wetter verabschiedete jetzt nach der heiligen Messe ihren langjährigen Organisten, Küster und Hausmeister Christian Soremski in den wohlverdienten Ruhestand. Wie beliebt er in der Gemeinde war, bewiesen die Geschenke, verbunden mit Worten des Dankes, die er von den verschiedenen Gruppen und Personen der Gemeinde erhielt. Darunter auch die Katholischen Frauen und die Messdiener. Pfarrer Dr. Thadäus Solski überreichte ihm eine Ikone, und der Kirchenvorstand bedankte sich mit einem großen Frühstückskorb. Ehefrau Johanna wurde von Solski mit einem Blumenstrauß bedacht.

Seit achteinhalb Jahren in Wetter

Christian Soremski stammt aus Tarnowitz im ehemaligen Oberschlesien. In Tarnowitz, wo sich der größte Rangierbahnhof Polens befindet, war er als Motorenmechaniker für die großen Dieselloks zuständig. Nebenher betätigte er sich in der dortigen Kirche als Küster und Organist. Im Jahr 1990 siedelte er mit seiner Familie zunächst nach Duisburg über. In Deutschland wurde aber seine Ausbildung als Küster und Organist nicht anerkannt. Er musste eine sechssemestrige Ausbildung absolvieren, während der er aber schon nebenher in Duisburg und Oberhausen als Küster und Organist arbeitete. Seine erste feste Anstellung erhielt er dann in der St.-Vinzenz-Gemeinde in Oberhausen. Nachdem das Kirchengebäude jedoch Ende 2000 aufgegeben wurde, erhielt er eine Anstellung in Wetter. Bei seinem Dienstantritt vor nunmehr achteinhalb Jahren bekam er aber keine Arbeitsplatzbeschreibung, wie allgemein üblich. Der damalige Pfarrer der Gemeinde, Heinrich Kraft, schritt mit ihm lediglich das Kirchengelände ab und erklärte ihm dabei, dass die Wartung des Kirchengebäudes und des Pfarrheims von innen und außen, aber auch der Bereich bis zur Straße hin zu seinen Aufgaben zählen würde. Das war es dann auch schon. Zu den Tätigkeiten von Soremski gehörte auch die Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste und der Andachten sowie deren musikalische Begleitung.

Aus Hobby ist Beruf geworden

Aber niemand geht so ganz. So auch Christian Soremski nicht. Er wird vorläufig noch als Küster und Organist tätig sein, aber auch sonst zur Verfügung stehen, wenn Hilfe gebraucht wird. Schließlich hat er seinerzeit sein Hobby zu seinem Beruf gemacht, und das gibt man so schnell nicht auf.