Anbau für Schule am See wird teurer

Wetter..  Etwa 3,2 Millionen Euro sollte der Anbau an der städtischen Sekundarschule Wetter inklusive Möblierung kosten. Doch es wird teurer, wie Gunnar Ramsfjell vom beauftragten Architekturbürobüro HWR nun im Schul- und Kulturausschuss berichtete. Für den Neubau müsse man mit weiteren 300 000 Euro rechnen. „Die Summe setzt sich aus den Gründungsarbeiten zu Beginn der Maßnahme, als wir überraschenderweise Verunreinigungen im Boden fanden, sowie der topographischen Lage und Firmenangeboten zusammen.“

Auf Nachfrage von Ausschussmitgliedern erläuterte Projektleiter Martin Ihne, dass im Boden Teerpappe, Aschereste und Bauschutt gefunden wurden. „Bei der Entnahme von Proben im Vorfeld wurde eine Stelle nicht getroffen, wo wir punktuelle Kontamination fanden.“ Doch selbst wenn das frühzeitiger entdeckt worden wäre, hätte man angesichts der Gesetzeslage zu Schadstoffen aktiv werden müssen. „Es ist kein Gift“, ergänzte Ramsfjell, der auch die Kostensteigerungen bei den Gewerken im Zusammenhang mit der Marktlage erläuterte. „2013 zog die Konjunktur an, und da der Baubeginn bei der Schule am See vor einem Jahr in den stark nachgefragten Sommermonaten lag, haben wir von Firmen weniger Angebote als gewünscht bekommen.“

Arbeiten dauern acht Wochen länger

Es sei ein ehrgeiziges Ziel, die Mensa zum neuen Schuljahr am 17. August eröffnen zu können. „Wir werden alles daran setzen, dass das klappt“, versprach Ramsfjell. Eigentlich sollte erst das erste Stockwerk mit Selbstlernzentrum und Lehrerarbeitsplätzen fertig gestellt werden, dies sei nun aber nachrangig. „Durch die komplexe Ausschreibung haben wir acht Wochen Zeit verloren, diese Zeit brauchen wir noch im Nachlauf, um alles im Neubau fertig zu bekommen“, erläuterte der Architekt. Hingegen seien die Arbeiten im Altbau (Aufzug, Brandschutzmaßnahmen, etc.) trotz „böser Überraschungen“ im Zeitplan und fast abgeschlossen, dort könne man den Kostenrahmen einhalten.