Ambulante Pflege ergänzt stationäres Angebot

Wetter..  Mit einem ambulanten Pflegedienst will die Seniorenresidenz Wetter ihre Angebotspalette erweitern. Ab April startet die Senioren Service GmbH mit ihrem Dienst, nicht nur in Wetter und Herdecke, sondern auch in Witten und Hagen. „Wir sehen das als Ergänzung unseres stationären und teilstationären Angebotes“, sagt Hubert Rehermann, Geschäftsführer der Residenzen für Senioren, von denen zwei in Wetter insgesamt 130 Plätze bieten, eine weitere wird in Menden mit 80 Plätzen errichtet.

Mit dem ambulanten Pflegedienst reagiert die GmbH auch auf die politischen Vorgaben, die nach der Maßgabe „ambulant vor stationär“ auch im Ennepe-Ruhr-Kreis umgesetzt wird. Zudem könne man die Versorgungskette nun ohne Lücken anbieten. „Vor allem nach einer Kurzzeitpflege gab es häufig Probleme bei der Überleitung“, so die Erfahrungen der Betreuungsexperten. Hier soll der neue Dienst bei der Rückkehr in die eigene Wohnung und den dann notwendigen Pflegemaßnahmen oder hauswirtschaftlichen Hilfen greifen. Und auch in umgekehrter Richtung sieht Hubert Rehermann Vorteile für Familien und Senioren. „Oft kommen unsere Bewohner sehr spät, manchmal zu spät in die stationäre Einrichtung“, sagt der Diplom-Fachwirt für Gesundheitswesen. Ein Grund sieht der Gründer der Seniorenresidenzen, Dr. Lutz-Peter Lührmann, auch in den wirtschaftlichen Interessen der Pflegedienste. „Die wollen natürlich ihre Klienten so lange wie möglich behalten.“ Dies sei beim Pflegedienst der Residenz nicht so. Schließlich biete man auch den Heimplatz an.

Vier examinierte Pflegekräfte stehen am April zur Verfügung, die Leitung übernimmt Katharina Wojciechowski. Sie wird in Wetter von Ljudmila Bokk und Irma Krug unterstützt, die für den Pflegedienst noch ein ganz besonderes Angebot bereithalten. „Sie können beide russisch“, sagt Rehermann. Das sei für Klienten aus dem osteuropäischen Raum interessant.