AfD in Wetter wartet nach Führungswechsel noch ab

16 Mitglieder hat die AfD in Wetter. Wie es nach dem Führungswechsel hier auf lokaler Ebene weiter geht, bleibt abzuwarten.
16 Mitglieder hat die AfD in Wetter. Wie es nach dem Führungswechsel hier auf lokaler Ebene weiter geht, bleibt abzuwarten.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Nach dem bemerkenswerten Parteitag der AfD in Essen wissen die Vertreter in Wetter noch nicht, wie sie auf den Führungswechsel reagieren.

Wetter..  Mehr als 2000 Mitglieder haben die AfD seit dem Bruch in der Parteispitze verlassen. Die beiden Ratsherren aus Wetter, die die Alternative für Deutschland vertreten, halten bislang an ihrem Parteibuch fest. „Es ist schwer zu sehen, wo die Partei nun hingeht“, sagt Christopher Krüger.

Eindrücke vom Parteitag

Der Fraktionsvorsitzende der Partei, die in Wetter gerade einmal 16 Mitglieder hat, will noch ein wenig abwarten, wie weit ein von vielen prognostizierter Rechtsruck geht. „Auch Bernd Lucke war wert-konservativ“, sieht Krüger allerdings keine radikale Wende. Beim Parteitag hätten etwa 30 Prozent hinter Lucke und ebenso viele hinter Frauke Petry gestanden. „40 Prozent waren unentschlossen, und für sie hat sich Lucke unglücklich präsentiert.“

Ein Eindruck, den der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rainer Peitz schon länger teilt. Er drückt es, am Telefon in Portugal erwischt, sogar ziemlich drastisch aus: „Es gab keine Ebene, in die Lucke nicht manipulativ eingegriffen hat.“ Er habe von der AfD bislang den Eindruck gehabt, dass es eine äußerst demokratische Partei sei. Frauke Petry kenne er persönlich und habe eine gute Meinung von ihr, so Peitz. Glücklich ist Peitz über die Spaltung nicht. „Es wäre gut, wenn jemand mit dem Sachverstand wie Lucke dabeibleiben würde.“ Grundsätzlich hält es der zweite Mann in der wetterschen AfD-Fraktion aber wie Christopher Krüger. „Wir werden nun erst einmal abwarten, was passiert.“

Gutes Arbeitsklima im Rat

Beide AfDler sind sich aber einig, dass die lokale Politikarbeit bislang eine erfolgreiche war. „Wir haben ein gutes Arbeitsklima im Rat“, sagt Christopher Krüger. Man mache die Politik, die man dem Bürger versprochen habe. Je nach Thema mit wechselnden Partnern. „Ich habe uns im Wahlkampf immer zwischen den Grünen und der FDP verortet“, so Krüger. Und da wolle er auch bleiben. „Ins radikale Lager will ich auf jeden Fall nicht.“