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73 Jugendteams lernen sich kennen

10.06.2012 | 15:51 Uhr
73 Jugendteams lernen sich kennen
Chris, Kapitän beim FC Wetter, und Piet, Kapitän bei VfB Alemania Pfalzdorf, beim Wimpeltausch

Wetter. Schweden gegen Polen oder Deutschland gegen die Niederlande: Hätte man eine Auge zugedrückt und nicht ganz genau hingeschaut, wäre die Illusion erhalten geblieben, dass auf dem Harkortberg die europäischen Mannschaften gegeneinander antreten. Von Donnerstag bis Sonntag kickten jedoch 73 Jugendfußballmannschaften gegeneinander, von den Mini-Kickern bis zur A-Jugend. „Seit Mitte der 60er Jahre veranstaltet der FC Wetter dieses Turnier“, sagt Organisator Peter Wießner. „Seit zwei Jahren heißt das Turnier ‚Team Sport Philipp Cup’, es wurde nach dem Sponsor der Preisgelder und Pokale benannt.“

Größtes Jugendturnier

Dieses größte Jugendturnier im Umkreis zieht mittlerweile auch Mannschaften aus Köln oder Goch an. „Der Bus einer Solinger Mannschaft ging kaputt, die sind dann mit dem Taxis nach Wetter gefahren“, erzählt Peter Wießner voller Anerkennung für diesen Einsatz. Um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu garantieren, waren auch in diesem Jahr rund 50 ehrenamtliche Helfer am Start, die für die Bewirtung und die Organisation sorgten.

Das Turnier stand unter dem Motto der Aktion „respect“, eine Initiative vom Fußball- und Leichtathletik -Verband Westfalen. Die Kampagne wirbt dafür, sich öffentlich zu Toleranz und Achtung gegenüber anderen zu bekennen, sich unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion und Geschlecht zu respektieren.

„Und wir versuchen hier, das im Kleinen vorzuleben“, erklärt Peter Wießner. „Mit ‚respect’ beim Fußball meinen wir auch, den Gegner nicht auszubuhen und zu diffamieren, auch schwächeren Mannschaften Achtung entgegen zu bringen.“

Deutschland holt den Titel

In diesem Jahr nahm eine Mannschaft der „Football Academy Marcel Raducanu“ aus Dortmund teil. „Wir wünschen und für das nächste Jahr ein oder zwei Bundesliga-Nachwuchs-Teams als Höhepunkt“, sagt Peter Wießner. „Und im nächsten Jahr werden wir den Mannschaften auch die Möglichkeit, geben hier am Harkortberg zu zelten.“ Und wer wird Europa-Meister? „Da bin ich mal ganz zuversichtlich - und sage Deutschland.“

Natalie Maag-Waniek

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