52 neue Staatsbürger im EN-Kreishaus feierlich begrüßt

Die 52 neuen Staatsbürger erhielten ihre Einbürgerungsurkunden im feierlichen Rahmen im Kreishaus.
Die 52 neuen Staatsbürger erhielten ihre Einbürgerungsurkunden im feierlichen Rahmen im Kreishaus.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Urkunden auch für zehn Herdecker und fünf Wetteraner: Im Kreishaus wurden 52 neue deutsche Staatsbürger aus 18 Ländern feierlich begrüßt.

Wetter/Herdecke/Schwelm..  „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“ Mit diesem Satz dokumentierten Menschen aus Europa, Afrika und Asien im Schwelmer Kreishaus ihre Entscheidung, deutsche Staatsbürger zu werden.

„Die Gründe und Wege, die Sie nach Deutschland und zu uns in den Ennepe-Ruhr-Kreis geführt haben, sind vielfältig. Einige von Ihnen sind hier geboren und aufgewachsen. Andere kamen als Arbeiter, als Führungskräfte, als Wissenschaftler. Manche sind vor Gewalt und Unterdrückung geflohen, andere suchten ein besseres, ein freieres Leben für sich und ihre Kinder“, skizzierte Sabine Kelm-Schmidt, stellvertretende Landrätin bei der Übergabe der insgesamt 52 Einbürgerungsurkunden die Vielzahl von unterschiedlichsten Lebensgeschichten.

Heimisch geworden

Gleichzeitig betonte Sabine Kelm-Schmidt: „Doch ganz gleich, woher Sie stammen und warum Sie zu uns gekommen sind, Sie alle sind nun in Deutschland zu Hause. Mit Ihrer Entscheidung, sich einbürgern zu lassen, zeigen Sie heute auf eine ganz besondere Weise, wie heimisch Sie hier geworden sind.“

Ein Schritt zur Integration

Seit 2008 lädt die Kreisverwaltung regelmäßig diejenigen zu einer kleinen Feierstunde in den Kreistagssitzungssaal ein, die sich entschlossen haben, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Die Veranstaltung soll dem Entschluss jedes Einzelnen den Stellenwert und die Aufmerksamkeit verleihen, die ihm gebührt. „Die Einbürgerung ist ein Schritt zur Integration, aber er ist nur einer von vielen“, sagte die stellvertretende Landrätin.

„Engagieren Sie sich, bringen Sie sich mit Ihren Fähigkeiten, Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen wo immer möglich ein, reden, gestalten, verändern Sie mit. Davon lebt unser Land, davon lebt Integration“, so Kelm-Schmidt an die Teilnehmer aus 18 Staaten, die aus ihren Wohnorten Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter ins EN-Kreishaus nach Schwelm gekommen waren.

Zahlen aus einzelnen Städten

Die Neubürger wohnen in folgenden Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises: 1 in Breckerfeld, 7 in Ennepetal, 5 in Gevelsberg, 15 in Hattingen, 10 in Herdecke, 8 in Schwelm, 1 in Sprockhövel, 5 in Wetter. Bürger aus Witten sind nicht dabei.

Die 52 neuen deutschen Staatsbürger stammen aus 18 verschiedenen Ländern. Die meisten kommen aus der Türkei (17), dem Kosovo (9), aus Polen (8), Griechenland, Italien und Kroatien (jeweils 2). Weitere Herkunftsländer: Bosnien-Herzegowina, Eritrea, Frankreich, Kasachstan, Libanon, Niederlande, Philippinen, Portugal, Serbien, Thailand, Tunesien und Vietnam (jeweils 1).

Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist als Ausländerbehörde für acht der neun kreisangehörigen Städte zuständig. Witten hat als größte kreisangehörige Stadt ein eigenes Ausländeramt.