43 neue Staatsbürger in Wetter und Herdecke

Ennepe-Ruhr..  Wie berichtet, wurden kürzlich 52 neue Staatsbürger im Kreishaus in Schwelm empfangen. Insgesamt sei die Zahl der Einbürgerungen im Ennepe-Ruhr-Kreis im vergangenen Jahr mit 330 nahezu konstant geblieben. Die zuständigen Ausländerämter der Kreisverwaltung und der Stadt Witten überreichten in den zurückliegenden zwölf Monaten laut Mitteilung fünf Einbürgerungsurkunden weniger als 2013.

Für Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter meldet die Kreisverwaltung die Aushändigung von 229 deutschen Pässen (Vorjahr 269). In Witten waren es nach 66 nun 101 Pässe.

Die Kreisverwaltung führt für die von ihr betreuten acht Städte folgende Details auf: Spitzenreiter waren Hattingen (54) und Schwelm (50), gefolgt von Gevelsberg (36), Ennepetal (27) und Wetter (22), Herdecke (21), Sprockhövel (14) und Breckerfeld (5).

Größte Anzahl aus der Türkei

62 der neuen Bundesbürger wechselten in diesen Städten von der türkischen in die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit großem Abstand folgten Menschen aus Polen (26), dem Kosovo (20) und Griechenland (13). Einzelgänger unter den insgesamt 45 Nationalitäten von fünf Kontinenten waren demgegenüber unter anderem Neubürger aus Argentinien, Brasilien und Indien, Kamerun, Kuba und Luxemburg sowie Nigeria, der Schweiz und Thailand.

98-Jährige erhielt wieder neuen Pass

Nicht alltäglich war die Einbürgerung von Monica Ella Gershon im Februar 2014. Zum einen war die Sprockhövelerin seinerzeit bereits 98 Jahre alt, zum anderen erhielt sie den deutschen Pass bereits zum zweiten Mal. Hintergrund: Als Ella Altenhein war Gershon 1915 in Sprockhövel-Hiddinghausen geboren worden, 1957 wanderte sie in die USA aus. Mit ihrer Einbürgerung in die Vereinigten Staaten verlor sie 1963 die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach dem Tod ihres Mannes kehrte sie 2012 nach Sprockhövel zurück. „Mit dieser Einbürgerung schließt sich der Kreis für mich“, hatte Gershon Anfang letzten Jahres zum Ausdruck gebracht.

Viele Neubürger hatten an einer der Einbürgerungsfeiern des Ennepe-Ruhr-Kreises im Schwelmer Kreishaus teilgenommen, wo sie die Dokumente von Landrat Dr. Arnim Brux, Kreisdirektorin Iris Pott oder Fachbereichsleiter Michael Schäfer erhielten. Die Feierstunde im Kreistagssitzungssaal ist seit mehr als sieben Jahren der offizielle Abschluss unter ein Verfahren, das die Vorlage vieler Unterlagen notwendig macht.

Viele Unterlagen und Wissen nötig

Dazu zählen Passfoto, Geburts- und Heiratsurkunden, die zum Teil übersetzt werden müssen, Nachweise über Schul- und Berufsausbildung, Verdienst und Alterssicherung sowie Arbeits- und Mietverträge. Die Daten werden von Verfassungsschutz, Polizei und Staatsanwaltschaft überprüft. Dazu müssen die Antragsteller ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten können, über ausreichend Deutsch-Kenntnisse und staatskundliches Wissen verfügen.