300 Jobs bei Metalsa in Gefahr

Witten..  Große Sorgen machen sich Betriebsrat und Belegschaft von Metalsa (früher ISE), dem Automobilzulieferer an der Westfalenstraße. Wenn nicht bald ein neuer Investor gefunden wird, stehen alle 340 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Denn für diesen Fall droht die Schließung.

Heute fand eine Betriebsversammlung statt – allerdings ohne Geschäftsführung und nur mit dem Betriebsrat.

Das Traditionsunternehmen mit immer neuen Eigentümern kriselt schon länger, doch zuletzt gab es wieder Grund zur Hoffnung. Zwar will sich Metalsa, ein mexikanischer Investor, der 2012 eingestiegen war, von dem Wittener Standort trennen. Mit dem Altbesitzer und Firmenbegründer Lunke schien aber ein neuer Interessent gefunden zu sein, der das Unternehmen angeblich für den symbolischen Euro übernehmen wollte. Doch in letzter Minute zerschlugen sich die Hoffnungen.

VW legte als Hauptkunde ein Veto gegen Lunke ein – warum, ist unklar. Der Betriebsrat beklagt, dass sich der Autokonzern nicht schon früher klarer geäußert habe. Lunke, das wissen viele, gerade ältere Wittener, war einst das Stamm-Unternehmen der heutigen Firma. Es hätte im Jahr 2000 sein hundertjähriges Bestehen gefeiert, wäre es nicht ein Jahr zuvor an die Firma Lunke Ventra übergangen.