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Sparkasse Herdecke

10€ Gebühr für Spende war Irrtum

03.09.2010 | 16:49 Uhr
10€ Gebühr für Spende war Irrtum
Janica und Amelie Hülscher sind enttäuscht von der Sparkasse

Herdecke.Eine Spende für die Flutopfer in Pakistan in Höhe von 70 Euro wollten Anfang der Woche Janica (11) und ihre Schwester Amelie (7) aus Herdecke bei der Sparkassenfiliale in Kirchende einzahlen. Für diese Bareinzahlung auf ein Spendenkonto verlangte die Sparkasse jedoch 10 Euro an Gebühren. Nach einer Anfrage der Lokalredaktion entschuldigte sich das Geldinstitut „für den Vorfall“ und spendet selbst 1000 Euro für Pakistan, denn Spendenzahlungen - egal ob bar oder per Überweisung - seien grundsätzlich preisfrei.

Beim Trödelmarkt am Bleichstein hatten Janica und Amelie vor kurzem ausrangiertes Spielzeug verkauft. Eine Schulfreundin steuerte ebenfalls ihren Verkaufserlös bei, so dass insgesamt 70 Euro an Spendengeldern zusammen kamen. Das Geld sollte auf das Spendenkonto einer bekannten Organisation eingezahlt werden. Als die Schwestern jedoch mit ihrer Großmutter am Schalter der Bankfiliale in Kirchende das Bargeld einzahlen wollten, stießen sie auf unerwartete Komplikationen. 10 Euro an Gebühren sollten bei der Einzahlung anfallen. Ungläubig fragte die Großmutter noch mal nach, ob das so seine Richtigkeit hätte. Auch der Vater der Mädchen fragte mehrmals nach. Beiden wurde diese Handhabung bestätigt. Letzt-endlich buchte die Großmutter das Bargeld auf ihr eigenes Bankkonto und überwies es anschließend - kostenlos - auf das Hilfskonto für Pakistan.

„Die Kinder wollten doch einfach nur was Gutes tun. Ich finde, wenn Menschen spenden wollen, sollte man ihnen mit mehr Respekt begegnen. Und einen Mehraufwand bei einer Bareinzahlung, der eine Gebühr von 10 Euro rechtfertigt, sehe ich so auch nicht“, so Carsten Hülscher, der Vater der Mädchen, enttäuscht.

Auf Nachfrage gab die Sparkasse Fehler zu:„Wir entschuldigen uns bei den Betroffenen für diese falsche Auskunft“, erklärt Heinrich Borgmann, Vorstandsvorsitzender der Herdecker Sparkasse. „Bei uns im Haus ist seit Jahren abgesprochen, dass Spenden natürlich preisfrei abgerechnet werden - auch bei Bareinzahlungen. Herr Hülscher hat mir bestätigt, dass mehrere Mitarbeiter in Zweig- und Hauptstelle diese Falschinformation betätigt haben. Das ist sehr bedauerlich. Wir werden als Entschuldigung, gerade auch den Kindern gegenüber, umgehend 1000 Euro an die Pakistanhilfe spenden.“

Ann Kristin vom Ort

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Kommentare
07.09.2010
10:17
10€ Gebühr für Spende war Irrtum
von Der Hetzer | #5

Nun ja die Flutkatastrophe in Pakistan ist misslich und lebensbedrohlich zugleich. Die Hochwasser Opfer in Deutschland befanden sich ebenfalls in einer misslichen und zugleich auch in einer lebensbedrohlichen Lage. Man stelle sich vor es wäre ein Kleinkind oder ein Erwachsener zu Tode gekommen im Hochwasser. Also doch eher wohl auch lebensbedrohlich oder etwa nicht?!?

07.09.2010
09:42
10€ Gebühr für Spende war Irrtum
von Wortwahl | #4

Wollen Sie wirklich die Situation der Menschen in Pakistan mit den Zuständen hier in den Hochwassergebieten vergleichen? Das wäre ja fast so als ob ein Arzt einen Patienten, der sich mit einer kleinen Schnittwunde an ihn wendet genauso behandeln würde wie einen Menschen, der seinen Arm in die Kreissäge bekommen hat. Es kommt dann eben doch auf die Relation an: misslich oder lebensbedrohlich?

04.09.2010
10:07
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von leiming | #3

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04.09.2010
08:32
Blockierter Kommentar.
von Der Hetzer | #2

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04.09.2010
08:31
10€ Gebühr für Spende war Irrtum
von Der Hetzer | #1

Es ist doch immer wieder das gleiche, nichts gegen den Edelmut dieser kleinen Kinder. Aber warum haben sie nicht den deutschen Hochwasser opfern Geld gespendet die sich ebenfalls in einer misslichen Lage befanden darunter waren auch viele Kinder betroffen. Es wird anscheinend allerdings gelehrt lieber für andere Länder Geld zu spenden, als der eigenen Bevölkerung Solidarität entgegenzubringen.

Traurig aber wahr.

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