Zwischen Schmuck und Schaumwein

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Hamminkeln..  Inzwischen ist es längst kein Geheimtipp mehr: Zum fünften Mal gab es am Sonntag „Wein & Design“ auf dem Weinkontor Kloster-Kraul in Wertherbruch. Und die Besucher kamen, den Gewitterwarnungen zum Trotz. Sie ließen es sich nicht nehmen, gemütlich durch den Garten des Weinkontors zu schlendern und die „unplugged kitchen“ bei einem guten Glas Wein zu genießen.

Im Hintergrund grummelt es ein wenig, ein paar Wolken ziehen auf und der Wind nimmt etwas zu. Sichere Anzeichen für ein sich näherndes Gewitter. Doch Jutta Becker-Ufermann hat das richtige Kraut dafür. „Ich habe heute extra Beifuß dabei“, erzählt sie gerade einer jungen Familie. Es sei das Kraut, das früher auch als Donner-kraut bezeichnet wurde und gegen Gewitter schützen soll. Und tat-sächlich, es fallen zwar ein paar Regentropfen, doch das große Unwetter zieht in diesem Moment vorbei. Becker-Ufermann weiß alles über Kräuter und ihre heilende Wirkung. Die staatlich zertifizierte Kräuterpädagogin zeigt, was es zu beachten gilt, welche so genannten Unkräuter genießbar sind und wie man sie erkennt.

Bei Andreas Horstick konnten die kleinen Besucher dagegen zum Hammer greifen. Mit Handschuhen und Schürze gerüstet bearbeiten sie das Eisen und formen so kleine Schmuckstücke. So auch Johanna. Sie bearbeitet das glühende Stück Eisen so, dass daraus ein kleines geschwungenes Herz entsteht. „Das kannst du zuhause zwischen die Blumen auf dem Balkon oder im Garten stecken“, erläutert Horstick.

Papier aus Spargel oder Kürbis

Neben diesem handwerklichen Stand steuern die Besucher vor allem auch Stände an, die das gewisse Etwas für das verwöhnte Auge bieten. Plastische Kunstwerke von Regine Kielmann oder Bilder der Künstlerin Daniela Mattstedt aus Isselburg. „Ich musste noch einige Bilder nachmalen“, erzählt Mattstedt. Da sie gerade gleichzeitig eine Ausstellung im Reeser Rathaus hat, wurde die Anzahl der Bilder etwas knapp. Eines ihrer Grundthemen, die sich in ihren gegenständlichen Werken widerspiegeln, ist die Liebe zur Freiheit. Und eine gewisse Reiselust. Dort holt sie sich Inspiration. Allerdings hat es ihr auch die abstrakte Malerei angetan. Dann malt sie einfach ohne nachzudenken. „Ich lege mich nicht auf einen Stil fest.“

Einen ebenfalls ganz eigenen Stil konnte man in den Innenräumen des Anwesens bewundern. Auch dort zeigten Aussteller ihre Arbeiten. So auch Simone Kamm. Aus Naturmaterialien wie Spargel, Kürbis oder Holunderbeeen schöpft sie Papier, das sie dann zu Windlichtern weiterbearbeitet. Heraus kommt dabei ein „WunschLicht“, das nicht nur ein gedämmtes Licht schenkt, sondern gute Gedanken und Wünsche, die Kamm dazupackt. So beinhalten die Lichter auch Lebensfreude, Gesundheit, Zeit, Genießen oder Gelassenheit. Gute Wünsche, die Jeder wohl gebrauchen kann.