Zwei Schafe für arme Kleinbauern

Heribert Hölz (rechts) freute sich über die Spende der Kinder.
Heribert Hölz (rechts) freute sich über die Spende der Kinder.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Mädchen und Jungen der Hamminkelner Gemeinschaftsgrundschule sammelten 280 Euro. Mit dem Geld wird nun die Hilfe zur Selbsthilfe in Bosnien unterstützt.

Hamminkeln..  Wolke und Charlotte heißen die beiden Schafe, die dank Geldspenden der Hamminkelner Gemeinschaftsgrundschule demnächst in Bosnien an arme Kleinbauen übergeben werden.

Heribert Hölz von der Bosnienhilfe der Caritas Duisburg kümmert sich um den Kauf und die Verteilung der Schafe. Gestern erläuterte er den Mädchen und Jungen, die 280 Euro gesammelt hatten, weshalb ihre Spende so wertvoll ist.

„In Bosnien gibt es Menschen, die sind so arm, die haben nie Geld und nicht genug zum Essen. Aber sie haben ein kleines Stück Land und können gut mit Tieren umgehen“, erzählte der 72-Jährige den neugierigen Schülern.

Dann ergänzte der Helfer: „Mit dem Geld, das ihr gesammelt habt, kann ich zwei Schafe kaufen bringe die den Kleinbauern. Damit können sie sich dann selber helfen.“

Die Kinder hatten auch direkt eine Ahnung, wieso die Tiere helfen: Schafe geben Milch, aus der man auch Butter und Käse herstellen kann. Und das Fell kann geschoren werden – und mit der Wolle kann man Pullover, Mützen, Socken und vieles mehr stricken.

Zwar hatte ein Junge auch die Idee, dass man das Fleisch essen könnte, doch da bremste ihn Hölz: „Erstmal werden die Schafe nicht geschlachtet. Ich bringe sogar jedem Kleinbauern möglichst neben fünf Schafen auch noch einen Bock, also ein Vaterschaf. Dann gibt es hoffentlich auch bald Lämmer und die Herde wird größer.“

Prompt folgte die ebenso clevere wie wichtige Frage eines weiteren Kindes: „Darf der Bock dann auch mehrere Schafe heiraten?“ Heribert Hölz stimmte dem Vorschlag schmunzelnd zu...

Bereits zum 81. Mal fährt der Bosnien-Helfer im März die 1600 Kilometer lange Strecke. Er konnte bereits gestern sagen, was mit Sicherheit die Kleinbauern sagen, wenn er die Schafe übergibt: „Hvala“ und „Do vidjenja“ – das heißt „Danke“ und „Auf Wiedersehen“. Hölz übte die beiden bosnischen Begriffe mit den Kindern, die nun wieder was dazu gelernt haben.