Zwei Generationen, eine Ausstellung

Barbara Lübbehusen mit einem ihrer Objekte. Im Hintergrund Malereien ihrer Mutter Margret Buerschaper.
Barbara Lübbehusen mit einem ihrer Objekte. Im Hintergrund Malereien ihrer Mutter Margret Buerschaper.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Mutter Margret Buerschaper und Tochter Barbara Lübbehusen zeigen ihre Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung im Weseler Waldhotel Tannenhäuschen.

Wesel..  Ihre Liebe zur Natur ist nicht das Einzige, das Barbara Lübbehusen von ihrer Mutter geerbt hat. Auch ihre kreative Ader, den Sinn für Kunst hat die Mutter Margret Buerschaper an ihre Tochter weitergegeben. Zusammen ausgestellt haben die beiden Frauen ihre Arbeiten allerdings noch nie – bislang. Im Waldhotel Tannenhäuschen feiern Mutter und Tochter nun Premiere. Ab Sonntag, 22. Februar, zeigen sie gemeinsam eine Auswahl ihrer Werke.

„Naturansichten“ ist die Ausstellung betitelt, die um 18 Uhr eröffnet wird und anschließend bis zum 14. Juni kostenfrei in den Fluren des Spa-Bereiches sowie im Restaurant und Erdgeschoss des Waldhotels zu sehen ist. Darin zeigen Margret Buerschaper und Barbara Lübbehusen, wie unterschiedlich sie sich künstlerisch mit der Natur auseinandersetzen.

Margret Buerschaper, die 1937 geboren wurde und in der Nähe von Vechta in Norddeutschland lebt, malt vor allem mit Acryl und Öl. Teilweise arbeitet sie zudem mit Spachtelmasse. In ihren Bildern unterschiedlicher Formate hält sie Ansichten und Landschaften fest, die sie entweder selbst erlebt oder auf Fotos gesehen hat. Die Skizzen entstehen oft direkt vor Ort.

Es sind warme, ansprechende Seiten der Natur, die die Malerin darstellt. Berglandschaften, die bewegte Nordsee, weite und leuchtend goldene Weizenfelder, Rügener Kreidefelsen, Blumen oder toskanische Landschaften. Ein Akt-Bild der Künstlerin ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Licht und Wolken

Es sei vor allem das Zusammenspiel von Licht und Wolken, das Margret Buerschaper an der Natur und ihren Landschaften so fasziniere, sagt Barbara Lübbehusen über ihre Mutter. „Auch die Ruhe, die von friedlichen Landschaften ausgeht, und deren Vielfarbigkeit beeindrucken sie immer wieder.

Barbara Lübbehusen wurde 1965 in Vechta geboren, lebt mittlerweile in Rheinberg und ist in Wesel sowohl durch ihre Arbeit bei der Drogenberatungsstelle als auch ihr künstlerisches Schaffen bekannt. Auch für sie steht die Natur im Vordergrund ihres kreativen Wirkens, allerdings ganz anders als für ihre Mutter. Barbara Lübbehusen arbeitet mit Stücken, die sie in der Natur findet, und verarbeitet diese zu Assemblagen, zu dreidimensionalen Objekten. Holz ist in den Arbeiten der Bildhauerin ebenso zu finden wie Metall, Steine oder andere Fundsachen. „Ein Großteil der Stücke stammt vom Rheinufer“, sagt Barbara Lübbehusen. Aber auch auf Rügen ist die Künstlerin regelmäßig auf der Suche nach Spannendem. Zudem verarbeitet sie ab und zu auch Gekauftes.

Eine direkte Idee habe sie selten, wenn sie am Rhein oder woanders etwas findet und mitnimmt, erläuter die Künstlerin. „Manchmal liegt etwas auch längere Zeit in meinem Atelier, bis dann vielleicht noch etwas hinzukommt und ich eine Idee entwickle, wie ich die einzelnen Teile zusammenfüge.“

Mehr Publikumsverkehr

Die Arbeiten der beiden Frauen fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Die Idee, ihre Arbeiten gemeinsam mit denen ihrer Mutter zu zeigen, erarbeitete Barbara Lübbehusen gemeinsam mit Kunsthistorikerin Claudia Bongers, die die Ausstellungen im „Tannenhäuschen“ koordiniert. Zum ersten Mal werden Arbeiten dort nicht mehr in den Tagungsräumen, sondern in den Fluren und im Restaurant mit mehr Publikumsverkehr gezeigt.