Zukunft der Schulen in der Diskussion

Wesel..  Die Bezirksregierung hat die Pläne von SPD, Grünen, Linken und Piraten zur Schullandschaft (wir berichteten) geprüft. Grundsätzlich befürworte man dort die vorgeschlagene Zusammenlegung der Realschulen, da absehbar sei, dass die Anmeldezahlen rückläufig werden. Sollte die Realschule Mitte geschlossen werden, empfiehlt die Bezirksregierung ein allmähliches Auslaufen. Auch die Hauptschule Martini würde auslaufen.

Für Wesel sei die Erweiterung der Gesamtschule auf acht Züge vorteilhafter als eine zweite Gesamtschule. Man traue das der Leitung und dem Kollegium zu. Bei einer Dependance-Lösung dürften nicht mehr Lehrerstellen nötig werden. Eine Dependance-Lösung in der Stadtmitte könne die notwendigen Raumkapazitäten schaffen, derzeit prüfe der Schulentwicklungsplaner die Möglichkeiten in den kommenden fünf Jahren.

Eine mögliche Begrenzung der Realschule auf eine Zweizügigkeit lehnt die Bezirksregierung ab - sie könnte nur zwei bis drei Wahlpflichtfächer anbieten und würde unattraktiv. Auch bestünde die Gefahr, dass eine zu klein bemessene Realschule Schulwechsler nicht mehr aufnehmen kann. Den Antrag, auswärtige Schüler abzulehnen, sieht die Schulaufsicht kritisch: Das sei nur möglich, wenn die ablehnende Schule einen Überhang habe und in der Heimatkommune des Kindes eine Schule der gleichen Schulform existiere. Realschulen beispielsweise gibt es nur noch in Moers, Dinslaken und Xanten.

Die Arbeitsgemeinschaft Zukunftsdialog, durch Schul und Sportausschuss zusammengesetztes Gremium aus Schulleitern und Stadtelternrat, empfiehlt als Modell zwei Gymnasien, eine Hauptschule, eine Realschule und eine Gesamtschule.

Ausführlich wird sich der Schul- und Sportausschuss am Donnerstag, 28. Mai, von 16.30 Uhr an mit dem Thema befassen.