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Wohnmobile müssen draußen bleiben

22.12.2010 | 22:29 Uhr
Wohnmobile müssen draußen bleiben
So sieht es auf dem Wohnmobilstellplatz in Rees aus, der bereits zweimal erweitert wurde und 2012 ein drittes mal größer werden soll.

Wesel.Lange wurde diskutiert, passiert ist bis heute nichts. Und es wird sich wohl auch nichts so schnell ändern, wie SPD-Fraktionschef Ludger Hovest auf Anfrage der NRZ sagte. Ein Wohnmobilstellplatz rentiert sich für die Stadt nicht, sagt er.

Immer wieder hatten sich potenzielle Betreiber einer solchen Einrichtung auf dem Rheinbad-Parkplatz zwischen Welcome-Hotel und Flugplatz Römerwardt gemeldet. Immer wieder seien sie abgesprungen, so Hovest. Den Grund nennt er gleich mit: Die Ersteinrichtung eines Wohnmobilstellplatzes mit Wasser, Strom und Entsorgungseinrichtungen koste etwa 50 000 Euro. Bis sich die Investition amortisiert habe, dauere es Jahre.

Ein privater Investor könne das Vorhaben gern in Angriff nehmen, sagt der Sozialdemokrat. Außerdem verweist er auf Wohnmobil-Stellplätze auf der Grav-Insel. Und auf dem Parkplatz zwischen alter Eisenbahnbrücke und Welcome-Hotel könnten Wohnmobilisten für eine Nacht Station machen, wenn auch ohne die entsprechende Infrastruktur.

Derweil listet ein Wohnmobilstellplatzführer am Niederrhein über 30 Kommunen auf, die über eine derartige Anlage verfügen - von Bedburg-Hau bis Xanten. Auch Rees gehört dazu. Mit fünf Plätzen wurde begonnen. Schnell folgte 2006 die Erweiterung auf zwölf und 2008 schließlich auf 40 Einheiten. Nutzten anfangs 857 Wohnmobilisten jährlich das Angebot, waren es 2009 be­reits 4075. Hier können Strom und Wasser genutzt sowie Abwasser und Abfall entsorgt werden. Durch die Nähe zum Schwimmbad besteht die Möglichkeit, die dort vorhandenen sanitären Anlagen zu nutzen. Für den Stellplatz müssen sechs Euro pro Übernachtung gezahlt werden. Das entsprechende Ticket gibt es an einem Automaten. Fürs Duschen kommen 75 Cent hinzu, für die Toilette 25 Cent.

Ludger Beltermann von der Stadtverwaltung Rees freut sich über die positive Entwicklung, und so ist die nächste Erweiterung für 2012 bereits ins Auge gefasst. Dabei verweist er auf eine Untersuchung des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts München. Danach lässt jeder Wohnmobilist durchschnittlich 45 Euro pro Tag vor Ort.

Am Dinslakener Rotbachsee gibt es ebenfalls einen Stellplatz, und zwar für acht bis zehn Mobile; allerdings keine Ver- und Entsorgungsstation. Darüber hinaus ist das Areal teilweise nicht nutzbar, weil hier Schützenfeste und andere Veranstaltungen stattfinden.

Petra Herzog

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Kommentare
26.12.2010
21:20
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von autofreak | #7

Über kompetente Ausagen eines Herrn Hovest muß man ja wohl nicht großartig diskutieren; diese hier ist ein weiteres Armutszeugnis, für ihn und die großartige Kreisstadt Wesel...aber warum sollte ein Wohnmobilfahrer hier überhaupt einen Stop einlegen?!? Fahren wir doch lieber dahin, wo wir als Gäste und Wirtschaftsfaktor willkommen sind (Dorsten, Bocholt, Rees etcpp)!

23.12.2010
13:13
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von dagegen | #6

Kreisstadt Wesel? Ich lach mich schlapp. Das Dorf Sonsbeck ist mit Wohnmobilstellplätzen weiter, als Wesel je sein wird.
Wesel?
Nein danke!

23.12.2010
11:05
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von Der Niederrheiner | #5

als Hintergrund: für einen Wohnmobilstellplatz braucht man nicht unbedingt Stromversorgung, Platzwart, Wärterhäuschen, Abwasserentsorgung usw, was dann 50tsd Euro kostet. Warum nicht mal klein anfangen, auf 10 Parkplätzen an der alten Rheinbrücke 2 Übernachtungen erlauben, Parkautomat daneben mit 5 Euro / Nacht = wir Wohnmobilwillis sind glücklich, und Wesel kann ohne Risiko mal Erfahrungen sammeln, aber wenn man nicht will....und die meisten von uns Wohnmobilheinis machen morgens sogar noch den Dreck der anderen Fast-Food-Parker weg...

23.12.2010
10:21
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von DerParteispender | #4

Grav-Insel und Herr Hovest - wenn diese beiden Worte in einem Artikel vorkommen, da kennt man schon das Ende.... . Und da muss man sich nur mal fragen, was die beiden so eng verbindet.......
Und wer wen wie und mit welchen Mitteln unterstützt.und umgekehrt.

23.12.2010
10:15
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von Pit01 | #3

@1 A.L.

Nun ja, ich möchte schon als Eigentümer einer Immobilie bestimmen dürfen, was und wer sich dort niederlässt. Aber grundsätzlich haben Sie sonst Recht.

23.12.2010
10:06
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von Der Niederrheiner | #2

Ich schäme mich für das Verhalten unserer Kreisstadt, bin selber Wohnmobilist, und beobachte die Diskussion zu diesem Thema in den Wohnmobil-Foren. Wesel macht sich sowas von lächerlich ! Immer schön auf Grav-Insel verweisen, da stellt sich doch kein Wohnmobilist hin, darf er auch gar nicht, da nur Kurzparkplatz zu viel zu hohen Preisen ! Man könnte glatt meinen, man möchte damit dem Grosscampingevent Grav-Insel keine Konkurrenz machen. Einfach nur lächerlich, das komplette Kompetenzteam der Stadt Wesel für Tourstistik und Fremdenverkehr sofort entlassen wegen Unfähigkeit. Wenn ich noch eine Broschüre sehe wie wohnmobilfreundlich der Kreis Wesel ist, erstatte ich Anzeige wegen Werbung mit falschen Tatsachen ;-). Alle sind freundlich, ausser Wesel !

Wie peinlich...

22.12.2010
23:38
Wohnmobile müssen draußen bleiben
von A.L. | #1

… typisch für Wesel.

In Wesel können private Investoren alles in Angriff nehmen und bezahlen. Aber wie, wo und was gebaut wird möchten dann die Herschafften aus der Politik/Rathaus auf Kosten der privaten Investoren bestimmen.

Ein aktuelles Beispiel: „Futterplatz für Tauben am Kaufhof“

[…] Die Stadtverwaltung unterstützt diese Bemühungen. Auch sie möchte nicht, dass insbesondere die bald neu gestaltete Fußgängerzone unter Taubendreck leidet. Geld dafür zahlt sie allerdings nicht, will sich aber um Sponsoren bemühen […]

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