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Wohn- und Pflegezentrum in Lackhausen geplant

16.02.2010 | 17:44 Uhr
Wohn- und Pflegezentrum in Lackhausen geplant

Wesel. In Lackhausen soll ein Wohn- und Pflegezentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) entstehen. Dazu möchte der Kreisverband Wesel ein städtisches Grundstück an der Julius-Leber-Straße kaufen.

Wie sich die Awo das Projekt vorstellt, wird im Sozialausschuss am Donnerstag, 25. Februar, um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses erläutert. Der Grundstücksverkauf soll Thema im Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss sein, der am 3. März tagt.

Nach den Awo-Plänen ist neben dem Wohnbereich eine Tagespflege sowie ein Soziales Zentrum vorgesehen. Bei Letzterem geht es unter anderem um einen Mahlzeitendienst und einen hauswirtschaftlichen Dienst, um Hausnotruf und Betreuung sowie um Veranstaltungen. Zudem ist ein Seniorenforum als Treffpunkt für die älteren Leute geplant. Hier sollen beispielsweise Demenzgruppen tagen können. Das Forum wird außerdem als verbindende Funktion zu den Stadtteilbewohnern gesehen.

Kernstück des Zentrums sollen 20 bis 25 behinderten- und seniorengerechte Wohneinheiten mit einem zentralen Gemeinschaftsraum sein. Hier können Senioren ihren Haushalt selbstständig führen und auf die im Sozialen Zentrum angesiedelten Dienste zurückgreifen. Motto: Hilfen aus einer Hand. Dazu gehören auch Botengänge und Einkäufe, handwerkliche Hilfestellung und Reinigungsarbeiten.

Das Ganze firmiert als ganzheitliches Wohn- und Unterstützungskonzept, das auch von der Stadtverwaltung begrüßt wird. Entscheidende Vorteile des angedachten Standorts: Es gibt einen Nahversorger mit Bäckerei, Geldinstitute, eine Apotheke, eine physiotherapeutische Praxis, Ärzte sowie einen Friseur und Blumenladen in weniger als 300 Meter Entfernung.

Außerdem besteht in der Kreisstadt durchaus noch Bedarf an kleinen Wohnungen für Alleinstehende oder für zwei Personen. Der Bereich Tagespflege wird ebenfalls benötigt, da die bereits bestehenden Einrichtungen ausgelastet sind. Außerdem seien Tagespflegeeinrichtungen günstiger als vollstationäre Plätze.

Petra Herzog

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