Das aktuelle Wetter Wesel 13°C
Nachrichten aus Wesel,...

"Wir werden uns nicht verstecken"

19.11.2007 | 19:10 Uhr

KONTROLLEN. Gestern stellte der Landrat zwei neue Radarwagen des Kreises Wesel in Dienst. Sie sollen erkennbar sein.

KREIS WESEL. Unzählige Autofahrer werden ihm sicher keine Träne nachweinen. Nach zwölf Jahren im Dienst ist Schluss. Letzte Woche wurde der Radarwagen des Kreises ausgemustert. Eine neue Aufgabe für den grünen Passat wird noch gesucht. Doch Ersatz steht schon parat - und zwar gleich doppelt. Landrat Dr. Ansgar Müller erteilte gestern zwei silbernen Skoda-Pkw, jeweils ausgestattet mit Heckmessung, freie Fahrt.

Eine zu hohe Geschwindigkeit ist immer noch die Hauptursache für Unfälle. Wenn Kinder dabei betroffen sind, belegt der Kreis Wesel im landesweiten Vergleich sogar eine Spitzenposition, wie Müller einräumen muss. Der "alte" Wagen, der mit Heck- und Frontmessung ausgestattet war, maß bei monatlich rund 14 000 Autos die Geschwindigkeit. Jeder zehnte Fahrer war dabei zu schnell unterwegs. Die Frontmessung habe sich aber, so Müller, nicht bewährt. Deshalb habe man die Mess-Anlagen auf zwei Pkw verteilt.

Gegen den Vorwurf der Abzocke

Mit nun einem Wagen mehr sollen die Kontrollen natürlich erhöht werden. "Wir werden uns dabei nicht verstecken", betont Bodo Leineweber von der Bußgeldstelle des Kreises und widerspricht dem immer wieder von Autofahrern geäußerten Vorwurf von der "Abzocke".

Die beiden Skodas, die ab heute tagtäglich im Einsatz sein werden, ziert das auffällige Emblem des Kreises und der Schriftzug "Wir sorgen für ihre Sicherheit". Die Kontrollbereiche werden wochenweise angekündigt. Hauptsache, Fuß vom Gas. Schwerpunktmäßig wird an Unfallhäufungspunkten kontrolliert, etwa in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Altersheimen.

Die Wagen des Kreises kommen vornehmlich in den Außenbereichen Wesels zum Einsatz. Im Innenstadtbereich "blitzt" der stadteigene Citroen. Und dann ist ja auch noch die Polizei auf Raserfang.

"Wir haben drei Radarwagen und 14 Lasermessgeräte", zählt Sabine Vetter von der Pressestelle der Kreis-Polizei auf. "Uns geht es vor allem darum, die Autofahrer, die erwischt wurden, direkt anzuhalten." So sollen die Sünder gleich über ihr Fehlverhalten aufgeklärt werden. 49 691 Autofahrer wurden bis Ende Oktober in diesem Jahr kreisweit schon geblitzt. (est)16 STARENKÄSTENIm Kreis Wesel stehen derzeit 16 so genannte Starenkästen. Allerdings gibt es nur fünf Kameras, die abwechselnd auf die Kästen verteilt werden. Die Abschreckung allein reiche schon aus, damit Autofahrer vom Gas gehen, so die Kreisbehörde. Wer innerorts bis zu zehn km/h zu schnell fährt, muss zehn Euro bezahlen. Bei 21 drüber werden 50 Euro und ein Punkt in der Sünderkartei fällig. Und wer mit 31 bis 40 km/h zuviel erwischt wird, muss seinen Führerschein für einen Monat abgeben.

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1436486/create

Aktuelle Fotos und Videos
Eselrock
Bildgalerie
Festival
KuBa Festival
Bildgalerie
Kulturbahnhof
Drachenbootregatta
Bildgalerie
Drachebootrennen
Frühlingstreff
Bildgalerie
Dingden
Aus dem Ressort
Neue Schule: CDU will sich nicht festlegen
Schule
Die Ratsfraktion möchte dem Elternwillen nicht vorgreifen. Sekundarschule und Gymnasium sind möglich
SPD-Ratsherr fordert Überwachung
Politik
Für eine durchgängige Aufsicht an der Lippefähre „Quertreiber“ setzt sich SPD-Ratsherr Wilhelm Bußmann in einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ein.