Wildes Werben: Weseler SPD macht Druck

Auch am Südring wird kräftig geworben.
Auch am Südring wird kräftig geworben.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Berichterstattung in der NRZ über das wilde Plakatieren entlang der Hauptstraßen nimmt die SPD zumAnlass, ein hartes Vorgehen gegen die Veranstalter zu fordern.

Wesel..  Jetzt soll endgültig Schluss mit dem Wilden Plakatieren sein. Ohne Wenn und Aber möchte SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest, dass die Stadt endlich verstärkt aktiv wird und gegen die Verursacher vorgeht. Die gestrige Berichterstattung in der NRZ nimmt er erneut zum Anlass, um klar zu sagen, was in der Kreisstadt geht und was nicht geht.

Stadt und ihre Töchter als Vorbild

Ganz wichtig ist ihm dabei, dass die Stadt Wesel und ihre Töchter eine Vorbildfunktion haben: „Dass die Bädergesellschaft ihre Plakate wild aufhängt, wird nicht mehr geduldet.“ Er erwarte, dass der zuständige Beigeordnete Klaus Schütz ein dementsprechendes Gespräch mit der Bäder GmbH führt und dass anschließend von ihr ein Werbekonzept vorgelegt wird. „Jetzt muss hart durchgegriffen werden. Das ist die Position der SPD.“

Wer etwas im öffentlichen Raum bewerben wolle, müsse sich entweder genau mit dem Ordnungsamt abstimmen oder sich der Deutschen Städtereklame bedienen, was natürlich Miete kostet. Vereine sollten dies auch tun. Sie könnten für zwei, drei Wochen - etwa rund ums Schützenfest - geregelt plakatieren und sich dafür beispielsweise die Dreieckständer ausleihen, die die SPD vorhalte. Dies sei im Übrigen jetzt schon der Fall.

Zudem möchte Hovest, dass die Masten an der Brüner Landstraße und am Schepersweg, an denen bisher Firmenschilder angebracht waren (wir berichteten), vom städtischen Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) entfernt werden. Denn eine größere Einladung, sie einfach wieder nicht im Sinne der Stadt zu nutzen, gebe es ja kaum. Die Wirtschaftsförderung verfüge schließlich über ein ausgeklügeltes Konzept, über das Interessenten bei Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein mehr erfahren könnten.

Auch Schmierereien im öffentlichen Raum will Hovest nicht länger dulden. Beispielsweise eine rassistische, die momentan an der Bahnschranke in der Feldmark zu finden ist. Die Bahn soll umgehend von der Stadt Wesel aufgefordert werden, sie zu beseitigen.

Knöllchen der Stadtwacht

Die SPD hat zudem bereits ein weiteres Aufregerthema im Blick: Das Fahrradfahren in der Fußgängerzone. Die Stadtwacht soll in dieser Angelegenheit nun hart durchgreifen und nicht etwa nur verwarnen. Wer in der Fußgängerzone auf dem Rad unterwegs sei, müsse genauso zahlen wie diejenigen, die ihre Parkgebühren nicht ableisteten. Zehn oder 20 Euro schweben dem Sozialdemokraten vor.