Weseler planen Oktoberfest in China

Schüler der Gesamtschule am Lauerhaas und chinesische Studierende der Hochschule FOM stellen gemeinsam ihr Projekt vor.
Schüler der Gesamtschule am Lauerhaas und chinesische Studierende der Hochschule FOM stellen gemeinsam ihr Projekt vor.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Weseler Gesamtschüler und FOM-Studierende starten beim Wettbewerb School goes global.

Wesel..  Die Vorstellung hat schon was: Gesamtschüler aus Wesel und Studierende der Hochschule FOM planen, das traditionelle bayerische Oktoberfest nach China zu exportieren: Dirndl, Lederhosen und Leberkäs im Land des Lächelns. Dies ist die Idee einer Gruppe von Schülern und chinesischen Studierenden, mit der sie sich gemeinsam beim Wettbewerb „School goes global – Internationales Management für Schüler in NRW“ bewerben. Vorgabe war, eine (fiktive) Firma zu Gründen, die auf dem deutschen und chinesischen Markt aktiv wird.

Vom Klassenzimmer quasi direkt ins globale Management – diesen Schritt wagen die Jugendlichen seit bereits zwei Monaten und lernen dabei, wie internationale Geschäfte und der Arbeitsmarkt funktionieren. Zumindest theoretisch. Aktuell arbeiten sie ihre Projektarbeit mehr und mehr aus, um sie dann – möglichst perfekt und originell – am 30. Mai bei der großen Abschlussveranstaltung vor rund 300 Zuhörern im Ruhrturm in Essen zu präsentieren.

Ehe dies aber soweit ist und sich die Teilnehmer der Gruppe – bei Erfolg – über die Bescheinigung „Basics of International Management“ für ihre Bewerbungsunterlagen freuen dürfen, wartet auf die Deutschen und Chinesen noch jede Menge Arbeit. Zwar steht der Rahmen des recht ungewöhnlichen Partykonzepts, doch über einige Details sind sich die „Event-Veranstalter“ noch nicht ganz einig. Wie teuer darf die Maß Bier sein? Dürfen die Besucher – wie in China üblich – auch ihre eigene Verpflegung zum Fest mitbringen? Und erhalten Gäste in Trachten verschiedene Ermäßigungen? Lässt sich im Gegenzug das chinesiche Drachenfest mit allem drum und dran auch in Deutschland auf die Beine stellen? Dies und vieles mehr müssen die Schüler und Studenten in den nächsten Tagen noch klären. Dabei soll alles so echt wie möglich sein. So auch bei einer weiteren Projektgruppe, die eine Firma zum besseren Einleben von Chinesen in Deutschland „gründet“. „Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt. Bisher ist die Kreativität schon faszinierend“, sagt Christina Vogler, stellvertretende Leiterin des Weseler Standort der FOM (Hochschule für Ökonomie & Management).

Kreativität und Einfallsreichtum

Und auch Lehrerin Sarah Toepper, die an der Gesamtschule die Beauftragte für berufs- und studiennahe Orientierung in der Oberstufe ist, zeigt sich angetan von dem Einfallsreichtum sowie dem Engagement der Schüler und Studenten: „Ich finde das total super. Bis zur Präsentation müssen einige Dinge noch ausgearbeitet werden, aber es ist ja auch noch etwas Zeit.“