Wenn Wacholderbeerchen zu hohen Zucker hat

Hamminkeln..  Bühnenreif war bei der Karnevalssitzung des Heimat- und Verkehrsvereins schon das Motto: „Wir tragen keine Eulen nach Athen sondern unseren Braumeister nach China!“ Mit einem kräftigen „Hamminkeln Helau“ begrüßte das voll besetzte Bürgerhaus den Elferrat mit dem Sitzungspräsidenten Stefan Tidden. Es folgte Ludger Oppgenorth alias „De Lieve Jung“ mit Latzhose, kariertem Hemd und ganz eigenen Lösungsvorschlägen für mehr „Pepp in der Beziehung“. Dass Brat Pitt vom Currywurst-Stand nicht gleich Brad Pitt ist und warum Frauen die Krone der Erschöpfung sind, stellte „de Lieve Jung“ in seiner Büttenrede klar und brachte die rund 200 Karnevalisten zum Lachen. Wenn seine Frau Wacholderbeerchen zu hohen Zucker hat, kennt „de live Jung“ eine einfache Lösung: „Sie muss den Zucker weiter nach vorne ins Regal und den Hocker näher herausstellen.“ Warum der Arzt lieber das „Porzellan-Syndrom“ statt „Nicht mehr alle Tassen im Schrank“ diagnostiziert und warum der Kuhkauf ziemlich anstrengend sein kann, erzählte Elke Janssen alias Tusnelda mit bunter Perücke, Clown-Schuhen und rotem Zylinder. Dirk van Rheinberg sorgte als „Luise“ und Frank Bartel als „Dusty Casani“ für Lacher, Iris Holz scherzte als „Heribert Beier“ über die Polizeikontrolle, in der sie „km/h“ als „Küss mich Hase“ verstand. Gesungen und geklatscht wurde beim Showtanz der TSV-Bocholt-Junioren, die als Früchte für Stimmung sorgten. Abgerundet wurde der sportliche Teil des Abends mit der Prinzengarde Dingden, den Funky Roses, der Bauchtanzgruppe vom HSV und den kfd-Marienkäfern.

Danach zog das Dingdener Prinzenpaar Heiko I. und Bettina I. samt Gefolge in den Saal ein. Weiterer Höhepunkt: die Vorstellung der Kostüme im Saal. Ob Engel, Burg, Tannenbaum samt Geschenken, Michael Jackson oder Meerjungfrauen: Der HVV bewies erneut, wie kreativ und lebendig Karneval sein kann.