Wenn die Knochen langsam schwinden

Wesel..  Um den so genannten „Knochenschwund“ geht es am kommenden Freitag, 21. Oktober, im Evangelischen Krankenhaus an der Schermbecker Landstraße. Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages nehmen Experten die häufigste Knochenkrankheit in Deutschland einmal genauer unter die Lupe und informieren Patienten, Angehörige und andere Interessierte in einem Workshop.

Rund 15 Prozent aller Männer und sogar die Hälfte aller Frauen erkranken im Laufe des Lebens an Osteoporose, teilt das Evangelische Krankenhaus mit. Grund dafür sei ein geschwächtes Knochengefüge infolge einer geringeren Dichte und einer gestörten „Architektur“ des Knochens. Eine bedeutende Rolle spiele außerdem ein niedriger Mineralsalzgehalt. Kommen all diese Faktoren zusammen, kann es bei Betroffenen bereits bei geringer Krafteinwirkung zu folgenschweren Brüchen kommen.

Nicht selten ist die Wirbelsäule betroffen, dabei bleiben die Frakturen dort oft unbemerkt, weil sie von den meist älteren Betroffenen als normale Alterserscheinung interpretiert werden. Neben der Wirbelsäule brechen auch oft Knochen am Oberschenkel, Oberarm, an der Schulter, Oberschenkelhals- und Hüftfrakturen kommen ebenfalls vor.

Beim Osteoporose-Workshop am Freitag sprechen Patrick Wilbertz, Facharzt für Orthopädie, und die geprüfte Osteoporose-Expertin Daniela Maaß. Die Mediziner zeigen Wege und Möglichkeiten auf, wie Patienten mit den verschiedenen Stadien der Erkrankung umgehen können. Vorgestellt werden konservativ-medikamentöse und auch operative Behandlungsmethoden sowie praktische Alltagstipps, etwa zu geeigneter Ernährung.

Ebenfalls mit von der Partie ist Physiotherapeutin Stefanie Wiemann, die das Thema Bewegung in den Blick nimmt und Alltagstraining, Reha-Sport sowie Sturzprophylaxe-Maßnahmen für Osteoporose-Patienten vorstellt.