Was für ein Franzose!

Klein sollte er sein. Und rot. Ansonsten schön schlicht. Mehr Wünsche zur Optik des neuen Franzosen hatte die Käuferin eigentlich nicht. Der Fachmann im Autohaus aber. Er holte tief Luft und hielt einen beeindruckend engagierten Vortrag darüber, warum es sich unbedingt lohnen würde, in getönte Scheiben und schwarze Felgen zu investieren. In geistiger Umnachtung bestellte die Liebhaberin des nüchternen Designs den Wagen genau so, wie vom netten Autoverkäufer beworben. Was zu folgenden Reaktionen führte. Die Käuferin selber lief beim Abholen am Auto vorbei („Das kann ja nicht meins sein“). Zuhause angekommen, meinte der größere Mitbewohner „Was ist das denn für eine Tussi-Karre?“, während der Jüngste Mamas roten Sportflitzer bejubelte. Die eine Schwester schlug einen zweiten Auspuff vor, die andere riet zum Spoiler. Nur die Kollegin erkannte einen Hauch französischer Knutschkugel. Die gute Nachricht: Wenn man am Steuer sitzt, sieht man das alles nicht.