Warten auf Salz und den Frühling
16.02.2010 | 20:00 Uhr 2010-02-16T20:00:00+0100Kreis Wesel. Es ist weiterhin Warten angesagt im Kreis Wesel. Warten auf neues Streusalz, „oder besser noch auf den Frühling”, wie Hermann Flores vom Hamminkelner Bauhof sagt.
Die Salzvorräte in Hamminkeln sind leer, gestreut wird nur noch mit Sand und Split. „Aber längst nicht überall”, erklärt Flores. Schulwege, Brücken, Überführungen und Steigungen werden auf diese Weise so sicher wie möglich gemacht. Dennoch sei überall höchste Vorsicht geboten, um Unfälle zu vermeiden. Wann für die Hamminkelner mit neuem Streusalz zu rechnen ist, ist weiterhin völlig unklar. Klar hingegen ist, dass dieser Winter teurer für die Stadt wird als andere Winter. „Wie teuer genau, das kann derzeit noch niemand sagen”, sagt Hermann Flores. „Aber wir sind bislang doppelt so viele Einsätze gefahren wie sonst.”
Ähnlich ist die Lage in Schermbeck und Hünxe. Die Salzsilos sind leer, die Mitarbeiter der Bauhöfe behelfen sich mit dem Räumen der Straßen oder Granit, das an Gefahrenstellen wie an Kreuzungen von Hauptverkehrsstraßen eingesetzt wird. In Hünxe wartet man seit sechs Wochen auf eine Salz-Nachlieferung.
In Wesel sind noch 20 Tonnen vorhanden. Falls das Wetter aber so bleibt wie in den vergangenen Tagen, werde dieser Vorrat trotz Not-Streuplan nur noch für zwei oder drei Tage reichen, sagt Stefan Franke vom kommunalen Betrieb ASG. In der Hansestadt werden derzeit nur die Hauptverkehrsstraßen, also beispielsweise die Ringe, aber auch die Hohe Straße, gestreut. „Alles andere versuchen wir mit Sand zu sichern”, so Franke. „Für die nächste Woche hoffe wir, dass unsere Salz-Nachbestellung geliefert oder das Wetter besser wird.”
Auch der Kreis Wesel hat 100 Tonnen Salz bestellt und hofft auf baldige Lieferung. „Diese Woche kommen wir noch hin”, sagt Dr. Thomas Palotz. „Danach bleibt dann nur noch Warten.
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