Von Intervall bis Rhythmus
11.04.2010 | 19:27 Uhr 2010-04-11T19:27:00+0200
Kreis Wesel.„Musik ist eine sinnvolle Beschäftigung für Kinder und Jugendliche“, sagte der stellvertretende Hamminkelner Bürgermeister Bernd Störmer. Er war Gast der Abschlussveranstaltung der D-Lehrgänge des Kreismusikerverbandes Wesel im Bereich Blasmusik und Spielleute, die am Sonntag in der Musikschule in Ringenberg stattfand.
Die D-Lehrgänge sind in drei Klassifizierungen aufgeteilt - von D1 für Anfänger bis D3 als höchste zu erreichende Stufe der Lehrgänge. An bis zu fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden trafen sich die Musiker im Alter von zehn bis 40 Jahren mit den Dozenten des Verbandes, Stefan Hutmacher und Martin Tenbrün, und probten. Am Ende der Zeit stand sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung an, in der das erlernte Wissen abgefragt wurde und maximal 100 Punkte erreicht werden konnten. Unter anderem mussten die Prüflinge Volkslieder in mehreren Tonarten auswendig spielen können. „Ohne tägliches Training kann das nicht klappen“, sagt Birgit Steinkamp, Registerführerin und Ausbilderin. In der schriftlichen Theorie-Prüfung galt es Intervalle zu bestimmen, musikalische Begriffe zu kennen und ein Rhythmusdiktat möglichst fehlerfrei niederzuschreiben.
Ohne Lehrgang
nicht ins Orchester
Eine erfolgreiche Absolvierung eines D-Lehrgangs ist in vielen Orchestern, wie zum Beispiel im Blasorchester Drevenack, die Grundvoraussetzung, um in den einzelnen Orchesterbereichen eingesetzt zu werden. „Ohne einen D1-Lehrgang kommt man kaum ins Vororchester“, erklärt Birgit Steinkamp, selbst im Drevenacker Blasorchester aktiv.
Trotz der hohen Anforderungen ist Dozent Martin Tenbrün mit der Teilnehmerzahl zufrieden: „Natürlich fallen bei einer Prüfung immer Leute durch, aber der Großteil hat die Aufgaben mit Bravour gemeistert.“ Mit 85 erfolgreichen Teilnehmern muss sich der Kreismusikerverband nicht hinter anderen Verbänden verstecken. „Unsere Teilnehmerzahlen steigen jedes Jahr“, sagt Martin Tenbrün.
Alle Musiker, die den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen haben, erhielten eine Urkunde und eine Anstecknadel. Begleitet wurde die Auszeichnung von den Teilnehmern des Workshops „Egerländer Blasmusik“, ebenfalls ausgerichtet vom Kreismusikverband. Das Blasorchester sorgte zusammen mit dem 1. Flügelhornisten der Original Egerländer Musikanten, Franz Tröster, für eine stimmige musikalische Untermalung.
Die maximale Zahl von 100 Punkten haben die Lehrgangsbesten der Kurse in diesem Jahr allerdings verfehlt. Im Bereich Blasmusik sind das im D1-Lehrgang Johannes Schmeinck vom Instrumentalkreis Lowick (96 Punkte), im D2-Lehrgang Julia Kleinoeder vom Jugendblasorchester Drevenack (97), und im D3- Lehrgang Dorothee Sabath, ebenfalls vom Jugendblasorchester Drevenack (88). Im Spielleute-Bereich haben als Jahrgangbeste abgeschlossen: D1-Lehrgang Tanja Climador und Ina Ginghofer, beide Spielmannszug Spellen (92 Punkte), D2-Lehrgang Max Drewitz vom Tamboukorps Hamminkeln (85) und im D3-Lehrgang Carina Potten, auch vom Tamboukorps Hamminkeln (88).
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