Von der Quelle bis zur Mündung

Start zur Radtour an der Römer-Lippe-Route.
Start zur Radtour an der Römer-Lippe-Route.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Fahrradstrecke entlang der Lippe wird mit dem Römer-Lippe-Routen Fest gefeiert. Viele Informationen auf der Tourismusmeile in der Fußgängerzone

Xanten/Wesel..  Von der Quelle in Bad Lippspringe bis zur Mündung in Wesel und sogar noch ein Stückchen weiter, von Detmold bis Xanten, führt sie, die vor zwei Jahren eröffnete Römer-Lippe-Route. Noch gehört sie zwar nicht zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands, doch das sei das erklärte Ziel, sagt Christoph Lottritz, Teamleiter Fahrradtourismus bei der Ruhr Tourismus GmbH. Die noch sehr junge Route muss schließlich erst einmal bekannter werden. Dafür sorgt am Samstag, 9. Mai, auch das Römer-Lippe-Routen-Fest, das von 10 bis 15 Uhr zwischen der Tückingstraße und dem Berliner Tor läuft. Das erste war in Hamm, das zweite ist in Wesel.

Elf Partner präsentieren sich entlang der Tourismusmeile, es sind die Städte, an denen die Römer-Lippe-Route entlangführt. Angefangen bei Bad Lippspringe, aber auch die Hansestädte Haltern und Paderborn sind mit dabei, wenn es um den längsten nordrhein-westfälischen Fluss geht.

295 Kilometer lang ist die Strecke im Original, wer ein paar Schlenker und Abstecher macht, kommt am Ende auf 450 - je nach Lust und Laune, Zeit oder auch Kondition. Schon jetzt seien die Nutzer der Römer-Lippe-Route zufrieden. „Wir haben gute Werte“, schwärmt Lottritz, was auch für die Weiterempfehlung gilt. In neun Tagesetappen ist die Tour leicht zu machen, was viele auch schon ausprobiert haben. Am Ende sind es 5,2 Millionen Euro an Bruttoumsatz, Geld, dass die Radtouristen in den Orten an der Lippe lassen. Denn die 100 000 Tagesgäste geben im Durchschnitt 14,50 Euro aus, die 10000 Übernachtungsgäste sind mit 75 Euro täglich dabei, so die Rechnung.

Michael Steinbach vom Lippeverband weist darauf hin, dass sich am Rande der Strecke einiges tut. Zum Beispiel direkt in Wesel, wo die Firma Hülskens damit beschäftigt ist, von der Emmelsumer Straße aus einen neuen Radweg um die Lippeaue zu bauen. Dort wird man demnächst quasi zwischen Rhein und Lippe radeln können. Außerdem wird man bald durch den Neubau eines Deiches bei Haltern-Lippramsdorf eine Umleitung fahren müssen - und zwar über mehrere Jahre. Und: Vier Lippefähren, wie der Quertreiber in Obrighoven, können benutzt werden und damit für ein zusätzliches Fahrvergnügen sorgen.

Kurze Wege ohne Auto

Die Stadt Wesel möchte übrigens dafür werben, Strecken bis zu fünf Kilometer verstärkt mit dem Fahrrad zu fahren oder zu Fuß zurückzulegen. Auf jeden Fall sollte es nicht unbedingt mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke gehen...