Vier Jahrzehnte ein Ort der Begegnung

Die AWO Hamminkeln feierte in Ringenberg ihr 40-jähriges Bestehen.
Die AWO Hamminkeln feierte in Ringenberg ihr 40-jähriges Bestehen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Bei der Arbeiterwohlfahrt Hamminkeln fällt der Rückblick auf die 40 Jahre etwas gemischt aus. Und das Feiern ließen sich die AWO-Mitglieder, aber auch Freunde und Fürsprecher aus der Nachbarschaft nicht verbieten - bei einem gemütlichen Sommerfest in geselliger Runde.

Hamminkeln..  Das Domizil am Koppelgarten 20 in Ringenberg ist ein Ort der Begegnung. So war es schon vor 40 Jahren, als sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hamminkeln am 1. Oktober 1974 gründete. Ein Ort der Begegnung ist es auch nach vierzig Jahren noch. „Heute sind wir allerdings eher ein Seniorentreff“, gesteht der kommissarische Vorsitzende Udo Scholz im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten am Sonntagvormittag. Und so fällt der Rückblick auch etwas gemischt aus.

Mit Stolz blicken die Mitglieder aber auf das, was man geleistet und aufgebaut hat und auch heute noch aktiv tut. So blickte Gründungsmitglied Josepha Romanski auf die Anfangszeit in der Garage von Ernst Lipkowsky zurück und auf den schnellen Zulauf.

Aber auch ein wenig Wehmut war bei der Feierstunde dabei, wenn man an die hohe Mitgliederzahl und die vielen jungen Leute und Familien zurückdenkt. „Es ist uns nicht gelungen, die mittleren Jahrgänge an uns zu binden“, stellte Scholz fest. Als Beispiel für so eine Entwicklung nannte Scholz die Ferienspiele, die seit diesem Jahr nicht mehr von der AWO organisiert werden.

Altersdurchschnitt liegt bei 63 Jahren

Und so verwundert es nicht, dass bei derzeit 81 Mitgliedern der Altersdurchschnitt bei 63 Jahren liegt. Doch trotz dieser Probleme ist der AWO-Treff ein Ort der Begegnung geblieben.

Ein Ort, wo man sich trifft, der Menschen hilft und Unterstützung bietet und der Gemeinschaft bedeutet.

Das sei nicht zuletzt durch die vielen treuen ehrenamtlichen Helfer so, betonte Scholz und hob insbesondere die Ehepaare Monika und Josef Klein-Hitpaß sowie Gerda und Lutz Berger lobend hervor.

Die Gemeinschaftlichkeit stellte auch der stellvertretende Bürgermeister Bernd Störmer heraus. Und auch der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende, Willi Brechling, betonte, wie froh er sei, „dass man noch Gemeinschaft hat, die ehrenamtlich handelt“, die für andere da ist – und dies vor Ort.

Mit dem Vorstandswechsel ist wieder „Pep drin“ lautete daher die Botschaft, die Mut für die Zukunft macht. Und das Feiern ließen sich die AWO-Mitglieder, aber auch Freunde und Fürsprecher aus der Nachbarschaft nicht verbieten - bei einem gemütlichen Sommerfest in geselliger Runde.

Ein Stand mit Handarbeiten zeigte, was die Arbeiterwohlfahrt noch ist und kann. So gab es neben allerlei selbst Genähtem und Gestricktem auch Bücher, Windlichter und Holzarbeiten.

Geschenkkarten mit Socke

„Ich mache das abends vor dem Fernseher“, erzählt Barbara Baur. Ihre neueste Kreation sind Geschenkkarten mit einer kleinen selbst gestrickten Socke auf dem Umschlag, um einfach mal eine andere Art für die Geldgeschenke zu haben.

„Zwischen 20 und 21.45 Uhr schaffe ich so vier oder fünf Söckchen“, so die Hobbyhandarbeiterin, die auch die Mittwochs-Sitzgymnastik leitet. Mit Nadel und Faden macht ihr jedoch so schnell keiner was vor.

„Ich bin immer auf der Suche nach was Neuem“, betont sie. Ideen holt sie sich überall. Und fügt immer ihre eigene kreative Note dazu, so dass ihre Werke alles sind, „aber nie so wie das Original“.