Vieles spricht für Standort Mehrhoog

Pflegeheim Mehrhoog..  Nach der Lektüre des NRZ-Artikels „Pflegeheim stößt auf Kritik“ bin von den Worten des Herrn Ebbert äußerst irritiert, denn warum ist die Bahntrasse „ein absolutes Ausschlusskriterium“? Gerade wir älteren Menschen sind doch auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, deswegen ist die Anbindung ja auch eine klare Anforderung von Altenheimbetreibern. Die sehr gute Anbindung ist durch die Bahn bis nach Emmerich oder Düsseldorf ohne weiteres umsteigen gegeben. Somit können auch gegebenenfalls größere Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Krankenhäuser, Familienangehörige in Eigeninitiative erreicht werden. Das meines Erachtens wichtigste Kriterium ist doch, dass es den Menschen ermöglicht wird, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Für einen Menschen, der sein Leben lang eigenverantwortlich handeln konnte, ist eine Abhängigkeit von anderen ein großer Einschnitt ins Leben. Somit sollte diese Möglichkeit so lange wie möglich unterstützt werden.

Diese Eigenschaft bietet Hamminkeln nicht aufgrund der Abgeschiedenheit des Grundstücks. Selbst ein einfacher Einkauf ist mit Hindernissen versehen. Im Gegensatz zu Mehrhoog müssen die Bewohner des Altenheims einen nicht gerade kurzen Weg nehmen, um den Ortskern zu erreichen. Ein Spaziergang zum nächsten Lebensmittelgeschäft ist nur schwerlich möglich. Ich kann mich auch nur der Auffassung von Frau Brick anschließen, auch ein Mehrhooger hat das Recht, im eigenen Ort alt zu werden und eine Pflegevorrichtung vorzufinden. Ich sehe, dass gerade der Bedarf in Mehrhoog vorhanden ist.

Weiter spricht meines Erachtens ebenfalls für Mehrhoog die Tatsache, dass alle wichtigen Bedürfnisse fußläufig abzudecken sind. (...) Das Grundstück zwischen Penny und der Apotheke ist nach Südwesten ausgerichtet und bietet genügend Platz neben einem Altenheim eine schöne Parkanlage zu errichten. Somit stellt sich für mich besonders die Frage, warum Mehrhoog wegen der Bahntrasse ausgeschlossen wird.
Johannes Kalbertodt, Hamminkeln