Viel Rauch um die E-Zigarette
09.02.2012 | 18:15 Uhr 2012-02-09T18:15:00+0100
Wesel.„Man darf die E-Zigarette nicht mit einer Möhre vergleichen. Rauchen ist und bleibt ungesund, daran ändert das neue Produkt nichts.“
Wenn es um das elektronische Rauchgerät geht, ist Sanny Feuer und Flamme. Sanny ist Inhaberin des Rauchbedarfsgeschäfts „Skurril“ und überzeugt vom modernen Glimmstängel.
Abseits der öffentlichen meist negativen Diskussion hat sich die E-Zigarette zum Kassenschlager im Skurril entwickelt. Die Kunden kämen sogar aus Xanten und Borken nach Wesel, um sich mit den Geräten und Liquids einzudecken. Die Liquids bestimmen den Nicotingehalt und den Geschmack. Letzterer zieht im Falle der E-Zigarette weite Bahnen: Der Kunde kann zwischen Brathähnchen, Cubana Supreme und vielen verschiedenen Sorten wählen. Für Thorsten Wessels vom Kreisgesundheitsamt Wesel liegt die Gefahr der E-Zigarette in dieser Vielfalt: „Die verschiedenen Geschmäcker machen die E-Zigarette für Kinder und Jugendliche interessant. Das kann nicht sein.“ Wessels weiter: „Die juristischen Uneinigkeiten verwässern die Diskussion. Es muss, wie in anderen europäischen Staaten, eine klare Linie geben, die aussagt, wo E-Zigaretten und Liquids verkauft werden dürfen.“ Für Wessels gehören sie zu den Tabakwaren und nicht in die Apotheke.
Noch keine Langzeitstudien zur E-Zigaretten vorhanden
Dr. Joachim von Donat hat als Bereichsleiter für Lungenerkrankungen im Marien-Hospital Wesel Bedenken gegenüber dem möglichen Heilsbringer für Raucher: „Es fehlen Langzeitstudien, die etwaige Folgen belegen. Die Trägerstoffe führen bei gesunden Menschen zu Erkrankungen.“ Der Arzt stellt eine grundlegende Frage: „Warum greifen die Menschen zur E-Zigarette? Sie wollen sich das Rauchen abgewöhnen und ein gutes Gefühl haben.“ Nach seiner Einschätzung ist die E-Zigarette für diesen Zweck ungeeignet: „Wer mit dem Rauchen aufhören will, kann dies effektiv mit einer medizinischen Begleitung leisten.“
Die Realität an der Ladentheke im Skurril spricht eine andere Sprache: „Die Kunden rauchen durch die E-Zigarette weniger. Vielen hilft es beim Aufhören und einige haben es schon geschafft“, so Sanny. Für die Verkäuferin ist klar, dass die Zigarette, ob elektronisch oder nicht, ein ungesundes Genussmittel bleibt. Damit verbunden ist für sie, dass man sich mit dem Rauchen auch auf eine Gefahr einlässt.
Der Kreis arbeitet nun an einer einheitlichen Regelung, die den Verkauf der E-Zigarette reglementieren soll. Mit einer bundesweiten Lösung könnte das Abwägen der Fürs und Wider wohl Geschichte sein. Selbst dann kann man Zigaretten immer noch nicht mit Möhren vergleichen.
09:00
Sehr geehrter Herr Bereichsleiter,
es fehlen also Studien, die ETWAIGE Folgen belegen!
Kann ich daraus schließen, dass Sie nach nachteiligen Folgen Ausschau halten? Sie scheinen doch schon was gefunden zu haben, oder? Die Trägerstoffe führen bei gesunden Menschen zu Erkrankungen!
Welche Langzeitstudie haben Sie denn dafür duchgeführt, wo sind ihre Forschungsergebnisse?
Wenn Sie mir das beweisen können, dann höre ich sofort auf zu dampfen und werde wieder rauchen.
Ach, ich glaub, ich habe mich gerade vertan. Ich konnte doch vor Monaten gar nicht mit Hilfe der E-Zigarette effektiv aufhören zu rauchen, das kann ich doch effektiv unter medizinischer Begleitung.
Mit freundlichen dampfenden Grüßen
19:44
ich weis nicht, ;
früher waren wir arschlöcher wenn wir nicht geraucht haben, heute sind wir arschlöcher weil wir rauren , und jetzt weil leute wie ich und auch meine frau die seit über 30 jahren rauchen, keine gelegenheit bekommen es zu lassen weil es nichts gibt was wirklich hilft es zu lassen. leider gibt es eine höere macht des geldes auch tabakindustrie genant .
und die ganze aufmerksamkeit geht hin zu den steuereinnahmen , die wir als dampfer nicht zahlen, denn warum sollen wir steuern zahlen auf sachen die uns umbringen.
also liebe politiker bleibt bei fakten nicht bei spesen. klar ist das nicht der jungbrunnen aber wie können jetzt selbst endscheiden was wir an schadstoffe rauchen wollen. vorher hat das die tabakindustrie endschieden was rein kommt.
zum schluß, liebe politiker insbesondere in nrw , es gab es in den usa, in schweden, in england und anderen ländern auch, und es konte nicht verboten werden. weil es nichts zu verbieten gab. es heist es stehen nicht alle inhaltsstoffe drauf, ja stehen denn bei den tabakprodukten alle 300-400 inhaltsstoffe drauf ??? also bitte man soll nicht mit steinen werfen wenn man im glashaus sitzt. oder liegt es darann weil unsere armen politiker wieder eine diätenerhöhung von 500,- euro pro monat erhalten haben und das geld wieder rein muß ??
11:38
Ich wollte nicht aufhören zu rauchen nebst vielen anderen mit mir.
Ich möchte auch nicht aufhören zu dampfen nebst vielen anderen neben mir.
Diejenigen, die aufhören wollten aus nachvollziehbaren Gründen, sind nun weg von den bekannten 4000 Schadstoffen und den zahlreichen unbekannten chemischen Verbindungen, die bei der Verbrennung entstehen.
In meinem Bekanntenkreis gibts Menschen die akut an den Atemwegen und Lunge erkrankt waren, kaum Luft bekamen, nun wieder Lebensqualität genießen.
Ist es nicht vernünftig, ein Produkt zu befürworten, das auch nach Wissen und Meinung der Experten unschädlicher ist, als die seit Jahren mit Recht verteufelte Zigarette.
Ist es die demokratische Gesellschaft, die wir haben und schätzen, nicht wert, erhalten zu bleiben statt durch Aktionen ohne Rechtsgrundlage und selbstgestrickter Behördenwillkür in den Schmutz gezogen zu werden.
Für diese unseren Rechte sind Menschen gestorben, wurden ermordet, nach damals bestehendem Recht verurteilt und hingerichtet. Auch zu diesen Zeiten fing es harmlos an, mit kleineren Sachen, die ob ihrer W(N)ichtigkeit zunächst belächelt wurden.
Oh, wehe wehe, Leute, laßt uns gemeinsam den Anfängen wehren.
Ist es das alles nicht wert?
Egal ob Raucher oder Dampfer oder Nichtraucher ??
11:04
An meinem Vorschreiber.
Perfekt geschrieben. Fakten und absolut klar.
Eines noch von mir:
Zitat:
Nach seiner Einschätzung ist die E-Zigarette für diesen Zweck ungeeignet: „Wer mit dem Rauchen aufhören will, kann dies effektiv mit einer medizinischen Begleitung leisten.“
Zitat Ende.
EFFEKTIV??????
Dann schreiben sie doch die %Werte die Rückfällig werden, bei denen es nicht klappt. - Ich helfe ihnen.
Die 2 Millionen Dampfer haben diese Effektiven Methoden alle probiert.
Und sehr viele Raucher auch - nur die rauchen halt noch weiter.
Warscheinlich gehen unsere Ansichten über das Wort Effektiv ein klein wenig auseinander.
09:18
Sehr geehrter Herr Maximilian Löchter,
sehr geehrter Herr Thorsten Wessels,
sehr geehrter Herr Dr. Joachim von Donat,
zunächst einmal werde ich Sie auf die Informationen hinweisen, die durch die Interessengemeinschaft E-Dampfen (IG-ED) zusammengetragen und veröffentlicht wurden:
http://ig-ed.org/faktensammlung.html
Dort können Sie gerne Fakten zu E-Zigaretten recherchieren, um Ihre Argumentationen nicht ausschließlich auf behelfsmäßige und populistische Äußerungen beschränken zu müssen.
Lieber Herr Wessels, welche gesicherten Erkenntnisse nehmen Sie zur Grundlage für Ihre Behauptung, die Vielzahl an verschiedenen Geschmäckern machten E-Zigaretten für Kinder interessant?
Einmal ganz davon abgesehen, dass die Quängelzone für Süßigkeiten an den Kassen in Supermärkten noch immer toleriertes Mittel ist, um Kindern werbewirksam den einfachen Zugang zu Leckereien zu vermitteln, so dürfte der doch sehr hohe Einstiegspreis für E-Zigaretten eher eine abschreckende Wirkung für Kinder haben.
Machen Sie bitte Ihre Aussagen mit Bedacht und unter dem Eindruck einer Lebensrealität: Die herkömmliche Zigarette ist in fast jedem Supermarkt erhältlich. Sofern Sie die lediglich marginalen Alterskontrollen als sinnvolles Mittel erachten, Kindern das Rauchen unzugänglich zu machen, so sollte dies doch auch für die elektrische Zigarette gelten. Verantwortungsbewusste E-Zigaretten-Händler geben Ihre Waren nicht an Jugendliche unter 18 Jahren ab; diese freiwillige Selbstkontrolle ist bereits Ergebnis eines langen Prozesses, Herr Wessels, den Sie berücksichtigen sollten.
Herr Dr. Joachim von Donat, auf welchen gesicherten Erkenntnissen beruht denn Ihre Aussage, die Trägerstoffe einer elektrischen Zigaretten führten bei gesunden Menschen zu Erkrankungen? Sofern Sie sich auf die "Studie an 30 Rauchern" berufen wollen, so weise ich Sie an dieser Stelle gerne darauf hin, dass ein Abfall der FeNO-Werte (wie er in dieser Studie belegt wurde) de facto kein Indiz für einen Entzündungs-Marker im Bronchialtrakt ist. Eine Reizung der Atemwege hiermit belegen zu wollen, gelänge erst, wenn ein Anstieg der FeNo-Werte festgestellt werden könnte.
Davon jedoch einmal abgesehen; welche populistische Begeisterung lässt Sie sich zu Wort melden, indem von Ihnen ein Vergleich zu gesunden Menschen reflektiert wird? E-Zigaretten sind für Nicht-Rauchende ungeeignet, sie dienen einzig und alleine für diejenigen als Alternative, die bereits Tabakerzeugnisse rauchen, und den "ganzen Dreck" einer Zigarette nicht weiter inhalieren wollen. Bleiben Sie bitte bei Ihrer Erkenntnis, dass es noch keine belegenden Langzeitstudien gibt. Vermerken Sie jedoch auch, dass es außer einigen Verbotsbemühungen nicht die geringste Anstrengung seitens der Verbietenden vorliegt, eine solche Langzeitstudie anzustreben.
Woran mag dieses wohl liegen? Ich lasse hier bewusst weiteren Raum für Spekulationen, da politische, fiskalische, pharmazeutische und tabak-industrielle Interessen wohl eine Rolle spielen dürften, falls die schadstoffärmere E-Zigarette zu Gunsten herkömmlicher Tabakerzeugnisse verboten würde.
Mit besten Grüßen
Udo Laschet, Aachen
07:43
So lnagsam langweilt mich diese von der Tabaklobby finanzierte Hetzerei. Alle Inhaltsstoffe der E-Zigarette sind ja auch in der herkömlichen Zigarette vorhanden. Ich weiß ja nicht, was Herr Wessels für seine Äußerungen von den Tabakkonzernen bekommen hat, aber für Kinder und Jugendliche ist die E-Zigarette keineswegs "verlockend", da sie ohnehin nur an Erwachsene abgegeben wird. Der Kindersichere Verschluss an der Zigarettenschachtel ist auch noch nicht erfunden. Die Liquidfläschchen haben einen. Traurig, dass die Presse immer noch so schlecht recherchierte schmierereien veröffentlicht. Kassiert Herr Löchter auch tüchtig mit beim Versuch der Tabaklobby und korrupten Politikern den Menschen zur Zigarette zurück zu zwingen? Oder wird hier einfach nur schlampig gearbeitet?
07:19
Nach alle dem Lesen von unsinnigen Berichten und dem Kommentieren bleibt nur eins: Politiker haben mehrheitlich vor Berufsantritt einen Beruf ausgeübt, für den man eine Uni besucht haben muss, desgleichen Journalisten und Ärzte. Was lernen wir daraus? Intelligent mögen(!) sie sein - von Vernunft und Weisheit, gar moralischem Anstand müssen sie deshalb noch lange nichts verstehen.
Ich bekomme immer mehr den Eindruck, Menschen mit diesen Eigenschaften muss man in diesen Berufsgruppen genauso suchen, wie bei den Bankern und Aktienjongleuren.
06:59
Ich stimme Herrn Donat zu das es keine Langzeitstudien gibt, allerdings dürfte es auch schwer sein jemanden zu finden der ein Produkt seit 10 Jahren nutzt welches erst seit 6 Jahren auf dem Markt ist...
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist die Aussage der Schädigung durch die Inhaltsstoffe.
Immerhin wird Propylenglykol in über 700 Arzneimittel verwendet, auch in Inhalatoren, selbst die Chest Studie hat eine verbesserung der FeNo werte bei den inhalierenden Probanten nachgewiesen.
Richtig ist das der FeNo wert ein Indikator für entzündungen im Körper sein kann, bei der Chest Studie wurde nach 5 minuten Inhalation einer e-Zigarette ein abfall dieses FeNo wertes bei den Probanten festgestellt, was allerdings unter den Tisch fällt ist das ein steigender FeNo wert auf entzündungsanzeichen hinweist. Dies würde auch erklären weshalb die Nichtrauchenden Probanten in der Kontrollgruppe zu beginn des tests schon einen wesentlich niedrigeren FeNo wert aufwiesen, ob nun die e-ZIgarette auswirkungen auf die Testpersonen hatte oder ob es am verzicht von Tabakprodukten lag das sich der Gesundheitszustand der Probanten verbessert hat sei mal dahin gestellt.
Was mir da noch so einfällt, es könnte auch sein das Herr Donat seine Informationen bezüglich der Wirkung auf den Körper aus der Presse hat, dann wundert mich diese Antwort allerdings garnicht mehr da Frau Pötschke-Langer ja nur auf die Funktion des FeNo wertes hinweist mit Blick auf entzündliche Erkrankungen aber dabei unterlässt zu erwähnen das die in der Chest Studie vorliegende verringerung des wertes eine verbesserung des Gesundheitszustandes anzeigt.
00:49
Aha, man kann sich also das Rauchen "effektiv mit einer medizinischen Begleitung“ abgewöhnen? Merkwürdig, denn die berüchtigten pharmazeutischen Nikotinersatzpräparate haben nach einem Jahr eine Erfolgsrate im einstelligen Bereich - in Untersuchungen mit motivieren Leuten und Beratung etc. Aber vielleicht meint ja der Herr Bereichsleiter auch Champix und Co. Damit bringen sich zwar die Leute reihenweise um, aber nun ja, Rauchen tun sie dann auch nicht mehr. Und bei denen, die sich nicht umbringen, wirken solche Mittel meistens bestenfalls so lange, wie man sie nimmt. Medikament absetzen - Rauchen. Toll!
Diverse Versuche, sich das Rauchen abzugewöhnen, haben nahezu alle Dampfer hinter sich. Wenn das funktioniert hätte, würden sie nicht dampfen. Und so einige Leute dampfen nur noch, obgleich sie eigentlich nie mit dem Rauchen aufhören wollten, oder glaubten, das ohnehin nicht zu können.
Nikotin hat nunmal einige äußerst angenehme Wirkungen, und ist, wie Studien zum rauchlosen Tabakgenuss auch zeigen, nicht wesentlich gefährlicher als z.B. Kaffee. Warum sollte man das überhaupt aufgeben wollen? Und umgekehrt, warum soll man, wenn man das nicht aufgeben will, zur gefährlichsten Form des Konsums gezwungen werden, während wesentlich harmlosere Alternativen wie das Dampfen oder auch schwedischer Snus verboten sind oder werden sollen?
Im absoluten Sinne gesund ist das Dampfen zwar höchstwahrscheinlich nicht. Aber man sollte sich immer klarmachen, was es ersetzt: Kippenqualm!
23:10
So langsam entwickelt sich derWesten zu einem meiner lieblings online-blätter, weil ich hier nicht das Gefühl habe, als Dampfer ein krimineller Idiot zu sein, der gewieften chinesischen Giftmischern auf den Leim geht. Mir gefällt aber Ihre ausgewogene Berichterstattung zum Thema. Dadurch heben Sie sich vom widerwärtigen Copy&Paste-Einheitsbrei des überwiegenden Teils der deutschen Medienlandschaft wohltuend ab!
Dem möchte ich mich nahezu vorbehaltlos anschließen. Keine Verharmlosung und keine haltlose Panikmache. Allerdings fehlen mir durchaus hier und da die Kommentare der Experten auf Dampferseite. Es fällt schon auf, das die Pro Seite hauptsächlich von Händlern und Konsumenten vertreten wird, das verzerrt den Gesamteindruck nicht unerheblich.
So entsteht durchaus der Eindruck das die doofen Konsumenten und durch Eigeninteresse geprägte Händler gegen die fundierte Faktenlage der Gegenseite mit rein subjektiven Mitteln ankämpfen. Qualifizierte Titelträger finden sich nämlich auch in der Pro Fraktion und das geht leider unter.