Viel mehr als eine Jazz-Combo...

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Wesel..  Mit ruhigen und entspannten Jazzklängen startete die Band Lanko am Samstagabend in ihr Neujahrskonzert. Doch schnell zeigte sich, dass die fünf Musiker mehr sind als nur eine Jazz-Combo: Einflüsse aus anderen Genres sind geschickt eingewoben - und so präsentierten Lanko dem Publikum eine fantastische musikalische Vielfalt, von Blues über Tango bis hin zu Folk, Latin und sogar Rock. Grundstein ihrer Musik sind dabei die Instrumente Saxophon, Kontrabass, Schlagzeug und Gitarren, erweitert wird das Spektrum allerdings noch durch vereinzelte Einsätze von Mandoline, Akkordeon und Melodica.

Rund 400 begeisterte Musikfreunde konnten die Veranstalter „Kultur.Raum.Zeit“ im Skala-Kulturspielhaus begrüßen. Das bedeutet ausverkauft - mehr hätten in das „Wohnzimmer von Wesel“, wie Hilmar Schulz von „Kultur.Raum.Zeit“ das Scala liebevoll nannte, nicht hinein gepasst. Sogar auf dem Balkon, der wegen eher schlechter Sicht auf die Bühne nicht zu den begehrtesten Plätzen gehört, war es richtig voll.

Den größten Anklang beim Publikum fanden die Eigenkompositionen der Band, die sich um die beiden Schwager Frank Schut und Kees Cuypers (beide Gitarre und Gesang) formiert. So wurde etwa das Stück „Innocence is sleeping“ besonders laut bejubelt, in dem dunkle Trommelklänge mit den hohen, fast schrillen Tönen der Melodica und der sonoren Stimme von Kees Cuypers zunächst eine ruhige, mystisch anmutende Atmosphäre aufbauen - um dann in fließendem Übergang zu einer flotten, fröhlichen Schlagzeug- und Kontrabass-Nummer zu werden. Ebenso begeistert zeigten sich die Zuhörer von dem Titel „A view up to the sky“, in dem abwechselnde Saxophon- und Gitarrensoli die Höhepunkte vor einem schnellen Rhythmus sind und gepaart mit Frank Schuts markanter, etwas rauchiger Stimme eine verträumte Melodie ergeben. Doch auch die Neuinterpretationen bekannter Lieder wurden begeistert aufgenommen.

Alle Stücke haben eins gemeinsam: Sie gehen direkt in in die Füße. Einige Gäste fingen spontan an zu tanzen. Diejenigen, die wegen begrenzter Plätze stehen mussten, hatten ohnehin die ganze Zeit mitgewippt.