Verschwindet Parkplatz an der Maassenstraße?

Foto: NRZ

Schermbeck..  Seit einigen Tagen ist der Parkplatz an der Maassenstraße, in Richtung Gahlen zwischen dem ehemaligen Idunahall-Gelände und der Lippe gelegen, gesperrt. Das könnte noch länger so bleiben. Die Situation sei etwas „kompliziert“, sagt Wilhelm Kuypers von der Außenstelle Wesel des Landesbetriebes Straßen NRW. Dem gehört das Grundstück, erklärt er auf NRZ-Nachfrage.

Baken und Gitter machen die beiden Zufahrten unpassierbar. Zum Hintergrund erklärt Kuypers, das Pachtverhältnis mit dem Anbieter der Kanu-Touren sei „nicht verlängert worden“. Jedenfalls habe sich der Pächter bislang „nicht geäußert“, ob er an einer Fortsetzung des Vertrags interessiert sei. Interesse am Erhalt der Fläche gibt es aber von Seiten der Gemeinde Schermbeck. Bauamtsleiter Gerd Abelt nennt den touristischen Aspekt der Touren für den Ort. Die Gemeinde habe bei dieser vertraglichen Vereinbarung aber keinen Einfluss. Die Kommune habe mit Gerhard Decker, dem Leiter der Regionalniederlassung Niederrhein, bereits über das Thema gesprochen - mit der Bitte, ein Interesse des Kanu-Verleihers abzufragen, so Kuypers weiter.

„Das ist kein Dauerzustand“ sagt er über die jetzige Situation. Auf lange Sicht werde „Straßen NRW“ den Parklatz mit Leitplanken „komplett zumachen“, auch um einer Vermüllung des Geländes vorzubeugen. „Wir brauchen ihn nicht“, stellt er für den Landesbetrieb klar. Heißt: Irgendwann werde „Straßen NRW“ den Parkplatz abbauen, weil kein eigenes Interesse existiere. Abgesehen von den Wassersportlern, die die Fläche gerade in den Sommermonaten und an Wochenenden oft komplett zuparkten: Lkw- oder durchreisende Pkw-Fahrer nutzten den Platz gerne für ihre Pausen.

Mit der Schließung wären dann wohl auch alte Pläne der Gemeinde hinfällig, die auf einen Ausbau der Parkflächen abzielten. Eine Realisierung des auch von der örtlichen Politik gewünschten Vorhabens scheiterte bislang am Geld: Die Suche nach interessierten Sponsoren blieb erfolglos.