Vernetzung in der Flüchtlingsarbeit

Mehr als 40 Interessierte kamen zum Austauschtreffen des Kreiskomitees der Katholiken.
Mehr als 40 Interessierte kamen zum Austauschtreffen des Kreiskomitees der Katholiken.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Gute Resonanz und interessante Gespräche beim ersten Austauschtreffen in den Räumen der Caritas in Wesel. Eine Wiederholung ist geplant.

Wesel..  Berührungsängste, Unsicherheiten oder Hemmungen im Umgang mit Flüchtlingen? Josef Simon kennt das nicht. Im Gegenteil, der Rheinberger hatte bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit schon unzählige tolle Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Josef Simon engagiert sich als so genannter Sprachpate, er unterstützt Teilnehmer von Deutschkursen beim Vertiefen ihrer Sprachkenntnisse. „Daraus sind sogar schon Freundschaften entstanden“, berichtet er. Einem Sprachschüler habe er etwa sogar beim Renovieren und beim Umzug geholfen.

Doch auch trotz seiner Erfahrung und Offenheit gibt es für Josef Simon immer wieder Situationen, in denen er nicht genau weiß, wie er sich verhalten soll und am besten helfen kann. So geht es auch anderen. Antworten auf viele ihrer Fragen erhielten Haupt- und Ehrenamtler, die in ihrer täglichen Arbeit mit Flüchtlingen zu tun haben, am Dienstagabend im St. Bonifatius-Haus der Caritas.

Das Kreiskomitee der Katholiken im Kreisdekanat Wesel hatte zu einem Vernetzungs- und Austauschtreffen eingeladen und mehr als 40 Interessierte aus dem gesamten Kreis Wesel waren gekommen. In kleinen Gruppen befassten sich die Teilnehmer jeweils etwa eine Viertelstunde lang mit ganz verschiedenen Aspekten der Arbeit mit Flüchtlingen. Dabei ging es um die Lebenssituation der Menschen in ihren Heimatländern genauso wie um rechtliche Fragen rund um das Thema Asyl oder das Erlernen von Sprache und weiteren ersten Schritten zur Integration.

„Die Menschen stehen bei unserer Arbeit im Mittelpunkt“, sagte Caritasdirektor Michael van Meerbeck. Das gelte natürlich auch für Flüchtlinge, die aus ganz anderen Kulturen an den Niederrhein kommen und etwa in Pfarrgemeinden erste und wichtige Anlaufstellen finden.

Der Geschäftsführer des Kreiskomitees Wolfgang Kürten war sowohl mit der Resonanz als auch den intensiven Gesprächen des Abends sehr zufrieden. Die Teilnehmer seien offen für die Arbeit mit Flüchtlingen und auch für Anregungen, beobachtete er. Deshalb seien eine Wiederholung eines solchen Treffens und weiterer Austausch geplant.