Verkehsberuhigung für die Friedrichstraße

Ulla Hornemann, Felix Stephan, Bernd Keienborg und Ludger Hovest (SPD/von links) tun das, was Hunderte Menschen am Tag auf der Friedrichstraße tun: Sie überqueren dort die Fahrbahn, wo es für sie am bequemsten ist.
Ulla Hornemann, Felix Stephan, Bernd Keienborg und Ludger Hovest (SPD/von links) tun das, was Hunderte Menschen am Tag auf der Friedrichstraße tun: Sie überqueren dort die Fahrbahn, wo es für sie am bequemsten ist.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Thema gibt es, seit Rewe an der Friedrichstraße zu finden ist. Seither werden nämlich kaum die beiden Zebrastreifen am Berliner Tor zum Überqueren genutzt. Stattdessen laufen alle durcheinander.

Wesel..  Auf der Friedrich- und Bismarckstraße ist ordentlich was los. 7000 Autos sollen es an Wochentagen sein - darunter viele, die die Straßen als Abkürzung nutzen statt über den Ring zu fahren. Zwar sind hier noch keine Unfälle passiert, doch das Ungeordnete, das Queren der Fahrbahn, wo es gerade passt, soll nach dem Willen der SPD im nächsten Jahr ein Ende haben.

Dicke rote Querbalken

Es ist der dritte Anlauf der Sozialdemokraten in dieser Sache. „Wir sind entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen“, sagt Fraktionschef Ludger Hovest beim Vor-Ort-Termin und blockiert gleich mal einen Parkplatz auf der Seite des Berliner Tores, indem er sich dort hinstellt. Den soll es nach den Vorstellungen der Genossen künftig nämlich nicht mehr geben, damit Fußgänger hier die Straße Richtung Rewe kreuzen können.

Die SPD hat ihre Vorstellungen Bürgermeisterin Ulrike Westkamp bereits schriftlich mitgeteilt. Danach sollen Friedrich- und Bismarckstraße sowie der Einmündungsbereich der Wilhelmstraße ähnlich gestaltet werden wie die Kurt-Kräcker-Straße. Dort gibt es dicke rote Querbalken auf der Fahrbahn, die die Autofahrer darauf aufmerksam machen, vorsichtig zu fahren. Außerdem stellt man sich einen verkehrsberuhigten Bereich vor, in dem dann Tempo 7 gelten würde. Jetzt darf hier noch 40 gefahren werden. „Wir möchten die Strecke zwischen Rewe und der Sparkasse so umgestalten, dass sie für Autofahrer nicht mehr attraktiv ist“, sagt Hovest. Mit dem verkehrsberuhigten Bereich habe man auf der anderen Seite des Berliner Tores ja bereits gute Erfahrungen gemacht. Sicher sei die Lösung auf der Kreuz-/Korbmacherstraße eine bessere, doch die koste viel Geld, was so nicht der Fall wäre.

Dass Veränderungen erst 2016 erfolgen können, hänge damit zusammen, dass ein Teil der Förderung hier in diesem Jahr auslaufe. Danach könne man aber sofort tätig werden.

Weitere Vorschläge willkommen

Das würde bedeuten, dass sich zunächst der Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr mit dem Thema befasst, nachdem Stadtverwaltung und der städtische Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) die Machbarkeit geprüft und einen Vorschlag zur Umsetzung gemacht haben.

Bis zur Sommerpause will die SPD auch die anderen Fraktionen davon überzeugen, dass die Situation an dieser Stelle nicht so bleiben könne. Bessere und zusätzliche Vorschläge seien willkommen, wenngleich sich die Sozialdemokraten sicher sind, bereits einen guten Vorschlag gemacht zu haben.