Unterschriften für Befragung der Eltern

Wesel..  CDU- und FDP-Fraktion stellen sich hinter den Stadtelternrat, der eine Befragung zu den gewünschten Schulformen in Wesel einfordert, bevor der Rat die Schließung zweier Schulen beschließt (wir berichteten). Dazu werden beide Fraktionen am Samstag Unterschriften in der Fußgängerzone sammeln, außerdem sollen in verschiedenen Bäckereien entsprechende Listen ausgelegt werden. Der Stadtelternrat selbst sammele in den Schulen, sagt Jürgen Linz (CDU). Er, aber auch sein FDP-Kollege Bernd Reuther, sei seit der Vorentscheidung im Schulausschuss von vielen Bürgern auf das Thema angesprochen worden. „Es ist enorm, was wir an Feedback erfahren haben, unter anderem von Schulpflegschaften, Grundschulen und Kindergärten“, zieht Reuther ein Resümee. Dies sei ein Thema, das die Eltern bewege.

Beide Fraktionen fordern jetzt, dass das Thema im Rat am 23. Juni verschoben wird. Es gebe überhaupt keine Notwendigkeit, das so übers Knie zu brechen, wie es das so genannte Bildungsbündnis vorhabe, so Reuther weiter. Schließlich seien viele Fragen ungeklärt, etwa das Konzept und die räumliche Nutzung. Vier Klassen würden in den auslaufenden Schulen (Realschule Mitte/Martini-Hauptschule) frei, aber acht Eingangsklassen kämen bei einer etwaigen Gesamtschulzweigstelle zusammen. „Wir fürchten, dass wieder mehrere Millionen investiert werden müssen“, merkt Linz an, so wie bei der Erweiterung der Innenstadtschule an der Böhlstraße und bei der Holzwegschule. In beiden Fällen seien kostspielige Neu- und Umbauten nötig geworden. Der CDU-Politiker befürchtet zudem eine Zweiklassen-Gesellschaft. Denn die Schließung der Realschule Nord sei bei einer derartigen Entscheidung auch nur eine Frage der Zeit. Dabei verweist Linz auf die Nachbarstadt Hamminkeln. Dort sei man damals mit höchster Sensibilität an das Thema Gesamtschule herangegangen.

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