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Unternehmer entschuldigt sich

13.10.2008 | 16:39 Uhr

Klaus Calmund erläutert, warum er sich zu seiner für Aufsehen sorgenden Forderung nach einem Wiederaufbau der Mauer hat "hinreißen" lassen.

Klaus Calmund entschuldigt sich. Nachdem sein Schreiben an eine Firma in Bitterfeld für Wirbel sorgte, in dem er sich für einen Wideraufbau der Mauer aussprach (die NRZ berichtete), reagierte der Inhaber der gleichnamigen Firma für Möbelbau und Innenausbau vom Schornacker gestern in Form einer Pressemitteilung an zahlreiche Medien. „Aufgrund der Flut von Werbemails aus den neuen Ländern und meiner daraus resultierenden Verägerung ließ ich mich dazu hinreißen, diese Aussage über den Mauerbau zu tätigen”, schreibt er. Er habe empfindlich reagiert, weil westdeutsche Handwerksunternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen „gegenüber den Mitbewerbern aus dem subventionierten Osten kaum noch eine Chance haben”, wirtschaftlich angemessene Preise zu erzielen, so der Unternehmer. Angesichts der Billionen an Investitionen müsse man die Frage stellen, wo das Geld bleibe. Davon neu geschaffene Infrastruktur liege teils brach, Seebäder, Denkmäler, Fußgängerzonen würden "prunkvoll renoviert". Zwar sei auch "das Wirtschaftswunder West" unterstützt worden (Marshall-Plan), jedoch hätten "auch unsere ,Trümmerfrauen und Trümmerkinder' mit ihrem produktiven Einsatz tatkräftig dazu beigetragen, den noch heute gneideten Wohlstand zu erreichen". Nach so vielen Jahren Wiedervereinigung müsse man darüber nachdenken dürfen, sämtliche Subventionen für die neuen Bundesländer einzustellen und den Solidaritätsbeitrag abzuschaffen. „Sicherlich wird es danach in den Köpfen aller westlichen und östlichen Bundesbürger zur allgemein ersehnten Einheit kommen”, meint der Unternehmer.

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