Überstunden aufschreiben

Kreis Wesel..  Arbeitgeber stehen auch für Mini-Jobber in der Pflicht. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Nordrhein hin. Die 47 280 geringfügig Beschäftigten im Kreis Wesel sollten über ihre Arbeitszeit Buch führen.

Die NGG rät jedem Beschäftigten, der für den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, seine Arbeitszeit aufzuschreiben: „Jede Überstunde muss notiert werden“, sagt NGG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hufer. Nur so gehe man auf Nummer sicher, dass Arbeitgeber den Stundenlohn von 8,50 Euro auch tatsächlich bezahlten. Hufer warnt davor, dass der gesetzliche Mindestlohn andernfalls durch die Hintertür umgangen wird, „durch unbezahlte Mehrarbeit, die nicht notiert wird.“ Ein simples Stunden-Heftchen, in dem man jeden Tag seine Arbeitszeit aufschreibt, reiche völlig aus. Zwar liege die Dokumentationspflicht eigentlich beim Arbeitgeber, aber eine Parallel-Kontrolle schade auch nicht. Das gelte auch für Mini-Jobber.