Überraschend König im Weselerwald

Schermbeck..  Am Mittwoch, Punkt 19.18 Uhr, stand der neue König des Schützenvereins Weselerwald und Umgebung endlich fest. Tobias Laakmann (26) bewies sich beim dreistündigen Königsschießen auf dem Kleinkaliber-Schießstand am Hotel Voshövel als treffsicherster Kandidat.

Der Siegschuss

Nachdem der noch amtierende König, Marcel Majert, das Königsschießen mit einem Schuss des KK- Gewehrs auf die 50 Meter entfernte Zwölfringscheibe eröffnet hatte, schossen 35 Bewerber um die Chance, Schützenkönig zu werden. 18 Teilnehmer meisterten den ersten Durchgang erfolgreich, indem sie von drei Schüssen mindestens einmal in die Höchstpunktzahl zwölf trafen. Im folgenden ersten Stechen jedoch besiegte Laakmann seine Mitstreiter mit dem Schuss auf die Acht.

Wie es Tradition ist, trugen seine Schützenbrüdern ihn jubelnd auf einem Stuhl zum Zelt, musikalisch begleitet vom Tambourcorps. Dass sich der Hobbyfußballer und Greenkeeper beim Golfclub Weseler Wald den Titel holte, war für ihn selbst überraschend. Er hatte ohne Gewinnabsichten am Wettbewerb teilgenommen. „Ich freue mich total über meinen spontanen Sieg!“, sagte der 26-jährige Single. Als Königin wählte er seine enge Freundin, Alexandra L’Hoest, an seine Seite. Zusammen mit Simon Kurka und Katharina L’Hoest (1. Königspaar) und Christian Bohmkamp und Rebecca Hufe (2. Königspaar) repräsentiert der neue Thron nun ein Jahr lang den Schützenverein.

Nachdem Marcel Majert am Mittwochabend zum letzten Mal sein Königsdasein im Schützenzelt mit geladenen Gästen gefeiert hatte, wurde er am darauffolgenden Tag offiziell verabschiedet. Zusammen mit den Schützen und von den Dorfmusikern begleitet, zog die alte Throngesellschaft gegen 15 Uhr zum Denkmalsberg, um die neuen Königspaare abzuholen. Bei der anschließenden Inthronisation auf der Feldwiese überreichten die alten Regenten dann die Kronen und Scherben an das neue Königspaar.

Feiern mit dem neuen König

Erste Aufgabe der neuen Königin: die Ehrung der Preisträger. Als zweitbester Kandidat erhält Felix Buchmann den Orden mit dem ersten Preis. Auf ihn folgt Stefan Tenfelde, der den zweiten Preis in Form eines Ordens erhielt. Bester Jungschütze darf sich der erste Hofherr, Simon Kurka, nennen. Er erhielt den Jugendpreis, der an den treffsichersten neu eingetretenen Schützen vergeben wird, welcher aufgrund der dreijährigen Königssperre noch nicht Regent werden kann.

Im Anschluss an die Inthronisation feierten die Schützen im Zelt ihr neues Königspaar.