Treffpunkt Wiese Daleske

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Jedes Jahr locken die brennenden Haufen Hunderte Menschen aus ihren Häusern. Sie trotzen dem Wind und der Kälte, um gemeinsam den Winter und die Fastenzeit zu verjagen und die Osterfeiertage einzuläuten. Sie bilden den Auftakt zu einem Wochenende, das ganz im Zeichen von Familie und Traditionen steht und schaffen jedes Jahr aufs Neue Gemeinschaft – Osterfeuer.

Magie der Flammen

Ob Jung oder Alt – Feuer zieht die Menschen seit jeher in seinen Bann. Die tanzenden Flammen lassen kaum los. Das Auge muss hingucken, es gibt ein Gefühl von Wärme, aber jeder kennt auch die Gefahr. Das Osterfeuer des Jungschützenvereins Hamminkeln am Karsamstag ist eben so ein Anziehungspunkt. Jedes Jahr lockt es Hunderte aus Hamminkeln und aus der Umgebung an, die gemeinsam eben diesen Start der Osterfeiertage feiern möchten. Für die Jungschützen ist es zugleich der Startschuss der neuen Schützenfestsaison. Und es ist eine der Haupteinnahmequellen. Schon seit 15 Jahren veranstalten sie das Osterfeuer. Seit 2008 brennt es auf der Wiese Daleske im Mühlenrott. „Der Standort ist ideal“, meint Marcel Fischer, Präsident des Jungschützenvereins. Hier könne man alle Schutzbestimmungen und Abstände zu Wohngebieten einhalten, habe Anschlüsse für Wasser und Strom. Gleichzeitig liege die Wiese zentral und sehr ortsnah, so dass auch Familien mit Kindern den Weg zu ihnen finden.

Dick eingepackt im Skianzug mit Mütze und Handschuhen haben sie sich auf den Weg gemacht, auch die Gummistiefel dürfen nicht fehlen, wobei die Wiese einen doch recht festen Eindruck macht. Auch das aufgeschichtete Holz hat die letzten Tage gut überstanden. „Der Wind hat es ein wenig trocken gepustet“, meint der Spieß Daniel Eimers. Und falls es doch dem einen oder anderen etwas zu kalt wird, stehen neben den diversen kühlen Getränken auch heißer Apfelsaft zur Verfügung – wahlweise mit oder ohne „Schuss“.

Bereits Anfang des Jahres waren die Jungschützen unterwegs und haben nach Baumschnitt und Holzresten gefragt. „Wir werden aber auch schon gezielt von den Leuten angesprochen“, erzählt Fischer. „Bis jetzt hatten wir noch keine Probleme, dass wir genügend Holz bekommen“, betont er. Da werden auch schon mal für gute Bekannte ein paar Schnitt- und Fällarbeiten übernommen, um die nötige Menge an Brennmaterial zu erhalten.

Auch an die kleinen Besucher wurde gedacht. Die Throndamen rund um König Jan-Hendrik Schneiders und Königin Marlena Reeh hatten auch in diesem Jahr wieder Stockbrotteig angerührt und halfen den Kindern dabei, wenn es darum ging, die Teigrollen auf die Stöcke zu drehen, um diese dann genüsslich im kleinen Nachbarfeuer zu rösten. Und so wurde auch in diesem Jahr das Osterfeuer zu einem gelungenen Einstieg in die neue Schützenfestsaison und für die Osterfeiertage.