Tollitätentreff in Hecheltjens Scheune

Die Prinzenpaare der Region kamen aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Nicht nur in Wesel (siehe dritte Lokalseite), sondern auch in Havelich, wo Prinzessin Ruth l. und die KG Brünen in Hecheltjens Festscheune zur Brüner Prinzengala viele Gäste empfingen.
Die Prinzenpaare der Region kamen aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Nicht nur in Wesel (siehe dritte Lokalseite), sondern auch in Havelich, wo Prinzessin Ruth l. und die KG Brünen in Hecheltjens Festscheune zur Brüner Prinzengala viele Gäste empfingen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Große Resonanz und ein Wettbewerb bei der Prinzengala der KG Brünen

Hamminkeln..  Kaum im neuen Jahr angekommen, wird bei der KG Brünen schon wieder ausgelassen gefeiert. Zur Prinzengala hatte am Samstag die in diesem Jahr allein regierende Prinzessin Ruth I. geladen, und 25 befreundete Vereine folgten ihrem Ruf. Als Geschenke hatten sie Garde- und Showtanzgruppen mitgebracht, die für die Unterhaltung der rund 350 feiernden Narren in der Festscheune von Hecheltjens Hof sorgten.

Durch das bunte Programm des Abends führte der erste Vorsitzende und Sitzungspräsident Diethelm Eichelberg. Nach einer Begrüßung der Gastvereine, von denen 16 durch ihre Tollitäten vertreten waren, und der Regierungserklärung von Prinzessin Ruth begann das Programm zunächst mit dem Gardenachwuchs des Gastgebers. Etwa im Grundschulalter waren die „Mini Dancers“, etwas älter die „Little Dancing Stars“. Beide Gruppen führten zu Medleys aus schmissiger Instrumentalmusik ihre Choreographien vor und warteten sogar schon mit Hebefiguren auf.

Akrobatik

Neben dem Gardetanz in der Gruppe präsentierten in diesem Jahr auch zwei Solo-Mariechen ihr Können. Elena Otto von der KAG Ossenberg wirbelte im rot-silbernen Kostüm über die Bühne und zeigte dabei Spagate, Radschläge und Drehungen zu einem Dance-Medley aus aktueller Musik. Laudana Backhaus von der KG Rot-Weiß Borth hatte ähnlich viele akrobatische Figuren, darunter sogar ein einhändiger Radschlag, in ihrem Programm, das sie zu brasilianisch anmutenden Klängen präsentierte. Sie feierte an diesem Abend ihren zwölften Geburtstag, weshalb der gesamte Festsaal „Happy Birthday“ intonierte.

Jubel um Show der anderen Art

Besonders auffällig war die Showtanzgruppe des „KC Meckermann“. Nicht nur aufgrund ihrer grün geschminkten Gesichter und schwarzen Outfits stachen sie aus der Reihe der anderen, zumeist rot-weiß uniformierten Karnevalisten hervor; auch die Musik zu ihrem Tanz, eine Techno-Version des E-Nomine-Liedes „Deine Welt“, in dem es um eine herannahende Apokalypse geht, stand im krassen Kontrast zu der sonst heiteren Party-Musik. Das Publikum war begeistert und belohnte die Tänzer mit schallendem Applaus und Forderungen nach einer Zugabe.

Zum Programm der Prinzengala gehört traditionell auch, dass sich die Vereine in kleinen Spielen messen. Hula-Hoop hieß die Aufgabe in diesem Jahr, für die die Tollitäten passende Kandidaten in ihren Vereinen auftreiben mussten. Bei so vielen Tänzerinnen eigentlich kein Problem. Nur zwei Männer wagten sich in den Wettkampf, darunter der Karnevalsprinz aus Spellen. Allerdings zeigte sich schnell, dass beide außer Konkurrenz zu betrachten waren, denn schon die zweite Umdrehung bereitete ihnen Mühe.

Ausdauer

Dass dann gleich drei Kandidatinnen - Wesel, Dinslaken und Reken - den Dreh so gut heraus hatten, dass sie den Reifen Lied für Lied um ihre Mitte kreisen ließen, war eine positive Überraschung. Deshalb wurde in der Finalrunde mit eingebauten Figuren der Schwierigkeitsgrad erhöht. Am Ende ging der Dinslakener Karnevalsverein als Sieger aus dem Wettbewerb hervor und erhielt fürs weitere Konditionstraining einen Kasten Bier.