Textilveredler investiert Millionen

Ansgar van Clewe steuert den großen Trockenkanal mit dem Namen Montex (Firma Monforts).
Ansgar van Clewe steuert den großen Trockenkanal mit dem Namen Montex (Firma Monforts).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Unternehmen Gerhard van Clewe GmbH & Co.KG will in vier Wochen eine neue Halle samt modernster Anlagen in Betrieb nehmen. Die Investition war nötig, sagt der Chef, denn die Geschäfte laufen gut.

Dingden..  Die langen weißen Bahnen spannen sich bereits fest um die großen Stahlwalzen, ein kräftiges Brummen zieht sich durch den Raum an der Loikumer Straße, Monteure legen hier und da Hand an und kümmern sich um die letzten Feineinstellungen. Denn in vier Wochen möchte die Gerhard van Clewe GmbH & Co.KG ihre dritte Halle mitsamt neuer Anlagen in den Regelbetrieb aufnehmen.

Noch ist nicht alles fertig, das grobe Gerüst steht, Brandwände fehlen noch sowie einige Verrohrungen, aber die Arbeiten liegen im Zeitplan, sagt Ansgar van Clewe, Chef des Textilveredelungsunternehmens am Standort Dingden. In der Halle, die auf einer 2500 Quadratmeter großen Fläche zwischen zwei bereits bestehenden Gebäuden errichtet wurde, werden fortan Sonnenschutzstoffe für das Tochterunternehmen Sun Protection produziert.

Rollos und Plissees als Endprodukt

Kunden verschiedener Baumärkte, Innenausstatter, sogar Ikea-Liebhaber kennen das Endprodukt als Rollo, Lamelle oder Plissee. „Sun Protection besteht bereits seit 20 Jahren, wir mussten uns jetzt erweitern“, erklärt der Chef. Der Markt sei gut, die Kundenanforderungen steigen laut van Clewe stetig und eine Investition sei damit unausweichlich gewesen.

Den Großteil steckte der Textilveredler in eine moderne Anlage mit dem Namen Montex – ein riesiger Kanal, der die beschichteten und imprägnierten Textilbahnen trocknet.

Rohstoffe lagern in großen Tanks

Vorab durchläuft der Stoff, der vornehmlich von deutschen Webern stammt, eine vorgeschaltete Anlage. Diese trägt mit Hilfe einer Art großer Messerklinge spezielle Farbe auf. Dadurch wird das Gewebe reflektierend, lichtdurchlässig oder abdunkelnd – je nachdem was der Kunde wünscht. Die Beschichtungsmasse stellt der Betrieb selbst her. In großen Tanks, die ebenfalls einen Platz in der Halle gefunden haben, lagern die benötigten Rohstoffe.

Doch Halle und Maschine kosten. Wie hoch die Summe ist, möchte Ansgar van Clewe nicht verraten, „es liegt im Millionenbereich“. „Es ist schwer geworden, solche Investitionen zu tätigen, denn das Geld verdient sich vor allem im Handel.“

Zehn neue Mitarbeiter

Der Unternehmer ist optimistisch und verweist auf sein qualifiziertes Personal. „Im vergangenen Jahr haben wir sechs neue Mitarbeiter eingestellt, weitere vier vor kurzem.“ Quereinsteiger, die mit Schulungen von Grund auf angelernt wurden.