Stück für Stück

Heinz-Friedrich Kamps und seine Königin Jutta Berning stellen sich fürs Foto bereit.
Heinz-Friedrich Kamps und seine Königin Jutta Berning stellen sich fürs Foto bereit.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ein Holzspan kann sehr hartnäckig sein. Diese Erfahrungen machten die Schützen am Sonntag in Hamminkeln. Am Ende war Heinz-Friedrich Kamps der Glückliche.

Hamminkeln..  Leise rieselt der Span. So könnte man in etwa das Vogelschießen des Männerschützenvereins Hamminkeln beschreiben. Nachdem bereits früh der Vogel heruntergefallen ist, bleibt ein Holzklotz noch hoch oben in dem Kasten hängen. Span für Span schießen Heinz-Friedrich Kamps und Helmut Berning diesen ab. Denn erst wenn kein Holz mehr zu sehen ist, wenn der Vogelkasten in seinem Weiß erstrahlt, erst dann ist der neue König gefunden.

„Jetzt wird es ernst“

Udo Berning, Präsident und Vorjahreskönig, schaut gelassen dem munteren Duell zu. „Desto länger darf ich König bleiben“, stellt er nicht ohne Stolz klar und schaut gleichzeitig gebannt Richtung Vogelstange. Auch in diesem Jahr hatten Markus Feldmann und Karl-Heinz Berning die bunten Holzvögel angefertigt.

Ein paar Wolken sind an diesem Sonntagmittag schon zu sehen und auch ein paar Tropfen fallen auf die geduldig wartenden Schützen und Besucher auf dem Festplatz am Sportpark im Mühlenrott. Doch das Zelt und der Fallschirm bieten Schutz. Das Blasorchester Bocholt sitzt in einem kleinen Unterstand und auch die Schützen haben ein Dach über den Kopf. Die Voraussetzungen stimmen also. „Das kann nicht wahr sein“, raunt es, als gegen 13.52 große Teile herunter rieseln. Und gefolgt von einem „Kennerblick“ kommt auch prompt die erneute Feststellung: „Ein Stückchen hängt immer noch.“ Spannender kann so ein Duell nicht sein.

Nach dem nächsten Holzspan dann die Einschätzung: „Jetzt wird es ernst.“ Und tatsächlich. Keine zwei Minuten später ist es vollbracht. Der 195. Schuss sitzt. Mit einem kräftigen „Ja-Mann“ schreit Heinz-Friedrich Kamps seine Freude heraus. Er ballt die Faust, ein fairer Händedruck mit dem Kontrahenten und wenige Sekunden später ist er umringt von Gratulanten. „Wo ist denn meine Königin“, fragt er in die Runde. Und dann eilt sie schon herbei.

„Ich war dran“

Jutta Berning wird nun als Königin für ein Jahr an seiner Seite sein. Und auch der Hofstaat steht schon fest. Schließlich ist es der dritte Anlauf. Mit dabei sind Helmut Berning und Birgit Kamps, Klaus und Annette Koprofski, Ralf Kolbrink und Sabine Follmann, Volker und Iris Nagel sowie Oliver und Silke Eichelberg. Bereits im vergangenen Jahr sollte es passieren. Dann nämlich jährte sich Kamps Jungschützenkönigzeit zum 25. Mal. Nun ist es die 26 geworden. „Wie bei Udo“, lacht Kamps und stellt noch einmal fest: „Ich war dran.“