Startpunkt Krudenburg

Los geht’s: In Krudenburg trafen sich Radler, um in die Region zu starten.
Los geht’s: In Krudenburg trafen sich Radler, um in die Region zu starten.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Viele kamen zur Station, denn die Dorfgemeinschaft sorgte für Leckereien und Getränke

Hünxe..  15 muntere Radler schickte Ingrid Meyer, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Hünxe, am Sonntagmorgen auf den Weg. Die Gruppe nahm vom Alten Hafen in Krudenburg aus eine Etappe beim 24. Niederrheinischen Radwandertag unter die Reifen.

„Das ist guter Schnitt“, so bewertete Anja Steinbring von der Gemeinde die Teilnehmerzahl. Meist starteten nur wenige Radler morgens von dort, ergänzte sie. Aber mittags werde es oft deutlich voller, vor allem wegen der guten Verpflegung, die die Dorfgemeinschaft Krudenburg servierte. Dann machten auch Teilnehmer, die von anderen Orten aus starteten, dort Station, um zu essen und zu trinken. Für die Teilnahme an der Tombola waren nur die drei Stempel entscheidend, die Karten konnten an jedem Ort eingeworfen werden.

„Der Platz liegt schön an der Lippe“, beschrieb Steinbring den Vorteil des Start- und Zielorts im Grünen. Drei Radrouten führten durch Hünxe, 28, 30 und 40 Kilometer lang. Die meisten nähmen die längste Strecke, stellte sie fest. Viele kombinierten die angebotenen Routen auch und fuhren nach Wesel, Voerde oder Schermbeck weiter. Und manche Radfahrer begrüßte Steinbring, die die Tour im vierten Jahr begleitete, bereits mehrmals als „Wiederholungstäter“.

Erstmals präsentierte sich die Rettungshundestaffel Wesel und Umgebung beim Radwandertag. 20 Aktive und 18 Hunde der verschiedensten Rassen gehören derzeit dazu, erklärte zweiter Vorsitzender Daniel Nolte. Neben die Information stellte der 1978 gegründete Verein die praktische Schau-Übung. So erfuhren die Radler und alle Interessierten, welche Aufgaben die gut ausgebildeten Tiere im Einsatzfall zu bewältigen haben. Neben der Flächensuche („der häufigste Fall“) gebe es die Trümmersuche zum Beispiel nach Unglücken sowie das „Man-Trailing“, also die Suche nach einer bestimmten Person, so Nolte.

Um die Trümmersuche zu zeigen, versteckte sich ein Vereinsmitglied in einem Hausmodell, das mittels Pyrotechnik zum Brandort wurde. Der Rettungshund zeigte nach kurzer Suche durch Bellen an, das er jemanden gefunden hatte. „Den Weg mit der Nase suchen“, so beschrieb Nolte die Arbeitsweise der Vierbeiner. Die Zahl der Einsätze sinke, erklärte er. Es gebe weniger Vermisste.

Die Weseler Rettungshundestaffel gehört dem Bundesverband Rettungshunde mit rund 75 Staffeln an. Einheitliche Richtlinien und Vorgaben garantieren, dass sie bei einem großen Einsatz alle zusammenarbeiten können. Meist sei die Kooperation mit Polizei und Feuerwehr ebenfalls erforderlich, erklärte der zweite Vorsitzende. Die Vereinsmitglieder sind durchweg ehrenamtlich im Einsatz und „jeder kennt seinen Hund genau“. Die Helfer bringen durch ihre unterschiedlichen Berufe (Ärzte, Informatiker und Kaufleute sind dabei) viele Erfahrungen mit.

Dabei profitierten Radler und Hundestaffel am Sonntag von den etwas gemäßigteren Temperaturen. Daniel Nolte sagte dazu: Bei so einer Hitze wie am Samstag hätte der Verein einen Teil seines Programms absagen und auf die Schauübungen mit den Hunden verzichten müssen. Zum Glück kam es dazu nicht.