Stars und Sternchen im Schnee
15.02.2010 | 18:22 Uhr 2010-02-15T18:22:00+0100
Hamminkeln. Die Profis sind mit dem Regenschirm da. Umgedreht halten sie ihn auf, damit möglichst viel Kamelle hinein regnen. Und Kamelle gibt es reichlich, beim Rosenmontagszug in Dingden. Mehr als einen Kilometer lang ist der Lindwurm, aus 19 Wagen und 24 Fußgruppen besteht er.
Die eisigen Temperaturen scheinen beim närrischen Jubel nicht zu stören. „Mir macht die Kälte nichts aus”, sagt Jana te Leuken. Die Achtjährige steht in ihrem orangefarbenen Hexenkostüm an der Straße und sammelt Bonbons. Eine Quietscheente und Chips zeigt sie stolz als größten Fang. Der ein Jahr ältere Nick Derksen läuft als Ninja selbst im Zug mit. Aus seiner Klasse 4 c kommt das Dingdener Kinderprinzenpaar Alexander I. und Lea I.. „Wir unterstützen die beiden”, sagt Nick und wirft Süßes in die Zuschauer.
Weiter vorne hebt mal wieder das Flugzeug-Modell der Humpenpumpen ab, mit „Kapitän Korn und Kopilot Kümmerling” an den Steuerknüppeln. „Die Ortsumgehung haben wir jetzt, wann folgt nun das Flugzeugnetz?”, so ein Schild auf dem Wagen. Die Konstrukteure laufen daneben als Piloten verkleidet mit, Sonnenbrille inklusive.
Die Dingdener haben ihre Stehtische aus den Garagen geräumt und stehen im Schnee. Nicht nur die Wagen aus ihrem Dorf bestaunen sie, auch die Nachbarstadtteile sind vertreten. Etwa der Hamminkelner Verkehrsverein, der als „Hammiwood Productions” Stars und Sternchen auf einem Filmwagen versammelt. Die Lankerner haben sich ebenfalls an Amerika orientiert, sie sind in einem großen Saloon unterwegs. „Vom Osten bis zum Westen, Lankerns Cowboys sind die besten”, verkünden sie.
Als Bernhard Arping, Ehrenvorstand des KC Dingden, am Schlusspunkt des Zugs zu einer Rede ansetzt, ist im Festzelt am Schwimmbad längst die Musik angelaufen. Hier geht es weiter – der Tag ist noch jung.
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