Stadt will Standards verbessern

Hamminkeln..  Die Verwaltung beschäftigt sich nun eingehend mit der Frage, wie sie die Flüchtlinge in der Stadt menschenwürdig unterbringen kann, ohne sie an einen bestimmten Ort zu drängen. In dieser Frage spielt vor allem der Standort an der Belenhorst eine Rolle. Das Containerdorf in Ringenberg ist zum einen alt, zum anderen sind allein dort 92 Asylbewerber untergebracht - von insgesamt 168 Menschen, die zum Stichtag 22. Dezember in Hamminkeln Zuflucht gesucht hatten. Und die Zahl wird sich weiter steigern.

Nach dem so genannten König­steiner Schlüssel muss die Stadt von 1000 Asylbewerbern in NRW zwei Bewerber aufnehmen. Nach dieser Rechnung geht die Verwaltung von insgesamt 100 weiteren Menschen aus, die im Jahr 2015 in Hamminkeln untergebracht werden müssen. Im kommende Woche tagenden Sozialausschuss möchte sie nun die grundsätzlichen Standards und Mindestanforderungen „für eine wohnungsmäßige Unterbringung von Flüchtlingen“ festlegen.

Die Anforderungen beziehen sich auf den Standort sowie auf die Art und Weise der Unterbringung. So sollen nach Vorstellung der Verwaltung nun auch die Ortsteile Hamminkeln, Brünen, Mehrhoog und Dingden berücksichtigt werden. Außerdem sollen Kochnische und Nasszelle (Dusche/WC) je Wohneinheit obligatorisch sein. Die veranschlagten Kosten von 125 000 Euro für die Sanierung der bestehenden Unterkünfte könnten durch die Anmietung von Containern ganz oder teilweise entfallen. Für die weiteren Planungen wünscht sich die Stadt eine Arbeitsgruppe.