Stadt als Stromerzeuger
16.02.2010 | 19:20 Uhr 2010-02-16T19:20:00+0100Hamminkeln. Drei Varianten gibt es, um kommunale Dachflächen mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Die Stadtverwaltung, die sich aufgrund eines CDU-Antrages mit dem Thema beschäftigte, kommt zum Schluss, dass sie in Eigenregie solche Anlagen errichten sollte.
Denn nur so sei für die Stadt die zu erwirtschaftende Rendite am höchsten. Weniger profitabel sei es für die öffentliche Kasse, wenn Dachflächen an einen Investor vermietet und Photovoltaikanlagen in Form eines Bürgerkraftwerkes errichtet werden.
Die Verwaltung favorisiert das Modell, nach dem die Stadt selbst als Betreiber und Unternehmer auftritt, und auf eine Rechnung Strom produziert. Und nur sie würde von dem Gewinn profitieren.
Als Stromerzeuger möchte auch der Freibadverein Dingden auftreten. Für rund 86 000 Euro soll im Schwimmbad auf dem Dach eines Gebäudes eine Anlage installiert werden. In 20 Jahren würde der Verein eine Einnahme von insgesamt 68 900 Euro verbuchen können. Etwas teurer, weil größer, wäre eine Photovoltaikanlage für das Dach der Grundschule Hamminkeln. Nach Berechnungen der Verwaltung würde die Anschaffung und Montage mit 195 500 Euro zu Buche schlagen.
Die Investition ließe sich ohne Probleme über einen Kredit der KFW finanzieren. Vom Erlös in Höhe von 563 000 Euro, der für die nächsten 20 Jahren prognostiert wird, blieben unterm Strich 287 000 Euro für die Stadtkasse, also pro Jahr rund 14 000 Euro.
Ob weitere Dächer von städtischen Gebäuden als Standort von Solarmodulen in Frage kommen, soll die Verwaltung nun prüfen. Stimmen die Mitglieder des Betriebsausschusses zu, wird eine Positivliste mit den geeigneten Gebäuden erstellt. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 25. Februar, um 16 Uhr im Hamminkelner Rathaus.
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