Spielplatz soll erhalten bleiben
19.04.2007 | 12:18 Uhr 2007-04-19T12:18:02+0200BÜRGERBETEILIGUNG. Stadt stellte Interessierten die Alternativen für die Bebauung an der Brüner Straße in Hamminkeln vor.
HAMMINKELN. Der Dorfplatz scheint als lärmintensive Veranstaltungsfläche vom Tisch zu sein. Die Gelegenheit der Bürgerbeteiligung im Hamminkelner Rathaus nahmen neben Politikern nur eine Handvoll Anwohner wahr. Die Architektin aus dem städtischen Bauamt, Martina Bauhaus, erläuterte drei Alternativen zur Wohnbebauung an der Brüner Straße. Beigeordneter Hans-Georg Haupt gab den aktuellen Planungsstand bekannt: Die Dreiecksfläche der Oertmannschen Obstwiese bleibt demzufolge private Grünfläche, die Arrondierung des Zentrums steht hinten an. Auch von der Fläche für einen Discounter sprach am Mittwochabend niemand.
Je nach Verteilung der Fläche in Einzel- oder Doppelhaushälften werden 50 Wohneinheiten auf dem Sportplatzgelände entstehen. Im Planungsausschuss kursieren drei Vorschläge: "Entscheidende Unterschiede gibt es im Bereich des Parkplatzes am Kerschenkamp sowie der Zufahrtsstraße", legte Bauhaus dar. Im ersten Vorschlag wird der Spielplatz am Kerschenkamp als öffentliche Grünfläche ausgewiesen, die mit dem Parkplatz und einer weiteren Grünfläche als "zusammenhängende Fläche mit Begegnungsaspekt" dienen soll.
Die zweite Alternative sieht vor, dass neben dem Parkplatz bereits zweigeschossig gebaut werden darf. Im ersten und zweiten Vorschlag erfolgt die Zufahrt über die Brüner Straße. "Der dritte Vorschlag ist städteplanerisch sicherlich sehr reizvoll, da er ein abgeschlossenes Siedlungsgebiet darstellt", so Haupt. Die Zufahrt würde alleinig über eine noch zu bauende Straße ganz im Osten des Gebietes erfolgen. Doch dann müssten dort zuvor die Eigentumsverhältnisse geklärt sein.
Ein Großteil der Anwesenden favorisierte die erste Alternative, da die Zweigeschossigkeit der Bebauung zwischen dem Parkplatz und der weiteren (verordneten) Eingeschossigkeit "furchtbar aussähe". Stefan Tidden, Vorsitzender des Hamminkelner Verkehrsvereins (HVV), setzte sich für den Erhalt des Spielplatzes ein, eventuell als Begegnungsraum für Jung und Alt: "Das ist der einzige Spielplatz mit Schatten in Hamminkeln." "Die öffentlichen Grünflächen der ersten Alternative würden dann mit dem Parkplatz einen Aufenthaltsraum bieten, der zwar für die jährliche Kirmes und Kutschenkorsos, nicht aber für Schützenfeste oder weitere Discos zur Verfügung steht", so Manfred Boshuven. Möglich sei auch eine Erweiterung des Bedarfsparkplatzes.
Für die Zweigeschossigkeit der Häuser neben dem Parkplatz machte sich Ullrich Schlebes stark. "Investoren haben bei mir bereits Interesse bekundet", so der Immobilienmakler. Das Gegenteil im Sinn hat Martin Wente vom Hamminkelner Sportverein. Er plädierte dafür, das Projekt sausen zu lassen und "Gestaltungsfreiräume zu lassen". Ihm machte Haupt klar, dass die Stadt den Verkaufserlös braucht, um das Sportzentrum am Mühlenrott zu finanzieren.
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