Spielmannszug mal ganz anders

Hamminkeln..  Dass das Repertoire eines Spielmannszuges größer ist als die übliche Marschmusik, bewies der Spielmannszug Dingden-Lankern in der St. Pankratius-Kirche. Erstmals veranstaltete das Orchester rund um Dirigent Christoph Boland ein Konzert in der frisch renovierten Kirche in Dingden.

„Durch die Renovierung und den damit freigewordenen Altarraum haben wir eine ganz neue Möglichkeit bekommen, uns hier zu präsentieren“, sagte Boland. Bisher trat der Spielmannszug nur im Rahmen der Adventsgottesdienste auf. Das Vorabendkonzert war also eine Premiere. Das Programm enthielt geistliche und weltliche Musik. Das traditionelle englische Weihnachtslied „The first Nowell“ ließ die Weihnachtszeit noch einmal Revue passieren. In der noch geschmückten Kirche erinnerte das Zusammenspiel der Querflöten, Stabspiele und Triangeln an das weihnachtliche Glockenspiel.

Mancher Zuhörer wurde bei Elton Johns „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ zum Mitsummen animiert. Rhythmisch und punktiert gaben die Musiker das oscarprämierte Stück wieder. Bei „Little Drummer Boy“ stellten die Trommler ihr Können unter Beweis. In dem Stück geht es um einen Jungen, der sich kein Geschenk für den neugeborenen Jesus leisten kann, stattdessen spielt er auf seiner Trommel. Dies bringt Jesus zum Lächeln. Die Darbietung zauberte auch ein Lächeln auf die Lippen der Zuhörer. „Wir wollen Ihnen eine Stunde Freude bereiten mit den verschiedenen Kompositionen und unserer Darbietung“, sagte Boland.

Den Abschluss bildete Leonard Cohens „Hallelujah“, bei dem die volle Spielkraft des Spielmannszuges noch einmal deutlich wurde. „Es ist wunderbar, dass so viele Menschen gekommen sind“, freute sich Boland.